Offener Brief

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Offener Brief an alle Fraktionsvorsitzenden und Funktionsträger der Parteien CDU/CSU, SPD, FDP, B`90/Die Grünen, DIE LINKE, Piraten und aller anderen Parteien in den kommunalen Parlamenten des Kreises Wesel, mit der Bitte, diesen auch ihren überregionalen Gliederungen zur Kenntnis zu bringen, sowie der Medienvertreter regional und überregional.

Der Vorstand des Kreisverbandes Wesel der Partei Alternative für Deutschland (AfD) appelliert mit diesem Brief an die Einsicht und die Weitsicht der verantwortlichen Verbands- und Fraktionssprecher der o.g. Parteien, sowie an das Verantwortungsbewusstsein und den Berufsstolz der Medienvertreter.

Seit den jüngsten Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg am 13.03.2016, wo die AfD in alle drei Landtage einziehen konnte, hat nicht nur die Anzahl der Anschläge auf Einrichtungen und Veranstaltungen unserer Partei massiv zugenommen, sondern auch die Heftigkeit der Attacken.
Der jüngste Anschlag mit „neuer Qualität“ hat sich am 05.04.2016 in Alpen nach einer Stammtischveranstaltung zugetragen. Dort wurde einem Teilnehmer des Stammtisches das komplette Auto mit Farbe beschmiert, sowie die Heckscheibe eingeschlagen. Der Wagen ist ein wirtschaftlicher Totalschaden. Damit nicht genug, wurde der Teilnehmer nach den Ermittlungsarbeiten auch noch von einem Fahrzeug mit 3-4 Insassen bis nach Hause verfolgt, obwohl er einen großen Umweg fuhr. Das Fahrzeug fuhr dann mit ausgeblendeten Scheinwerfern langsam an seinem Haus vorbei.

Damit ist eine weitere Grenze überschritten worden und es ist damit zu rechnen, dass die ersten körperlichen Anschläge nicht lange auf sich warten lassen werden.

Unisono behaupten Sie, werte Vertreter der o.g. Parteien und der Medien, dass es Auswüchse wie in den 30er Jahren „auf deutschem Boden niemals mehr geben darf“, sorgen aber durch ihr ohrenbetäubendes Schweigen zu diesen Anschlägen dafür, dass schon wieder politisch Andersdenkende ausgegrenzt, bedroht und massiv in der Ausübung ihrer politischen Arbeit beeinträchtigt werden. Der Punkt der gesellschaftlichen Ächtung, das „öffentliche an den Pranger stellen“, bis hin zum Verlust des Arbeitsplatzes für Sympathisanten und Mitglieder der AfD ist ja in Teilen auch schon überschritten worden. Auch etwas, was nach Ihrer Darstellung ja so nie wieder passieren dürfte. Was ist der nächste Schritt? Die Inhaftierung politisch Andersdenkender und kritischer Menschen?

Nicht zuletzt durch Ihre Rhetorik, werte Vertreter der o.g. Parteien und der Medien, durch Ihre „breiten Bündnisse gegen rechts“ welche Sie gerade gegen die AfD ins Leben rufen, tragen Sie nicht nur zu einem nicht unerheblichen Teil zur immer aggressiver werdenden Stimmung von Menschen aus dem linken Spektrum uns gegenüber bei, sondern haben diese auch in wesentlichen Teilen zu verantworten.

Kommen Ihnen all diese Dinge in historischer Hinsicht nicht bekannt vor?

Wir appellieren daher eindringlich an Ihre Einsicht, Ihre Weitsicht und Ihr Verantwortungsbewusstsein, dass diese Zustände umgehend abgestellt werden müssen, bevor schlimmeres passiert. Sollte die Art und Weise der Anschläge auf uns weiter eskalieren und jemand ernsthaft zu Schaden kommen, egal auf welcher Seite, wovon im Moment leider auszugehen ist, werden Sie sich nicht hinter Ihrer „das haben wir ja nicht gewollt“ Argumentation verstecken können, weil wir Sie nun oft genug darauf hingewiesen haben.
Sollten nach diesem Brief an Sie, auch weiterhin deutlich vernehmbare öffentliche Verurteilung solcher feigen Anschläge auf uns ausbleiben, werden Sie mit einem „das haben wir nicht gewollt“ auch nicht glaubwürdiger, da wir eindringlich vor einer solchen Eskalation warnen.
Mit einer deutlich öffentlich wahrnehmbaren Reaktion auf diesen Appell, können Sie dementsprechend entgegenwirken.
Gehen Sie über zum politischen Diskurs und setzen Sie sich thematisch mit uns auseinander, wie es sich für politisch reife Demokraten gehört.

Mit respektvollen Grüßen

Uwe Krins

Für den Vorstand des AfD Kreisverbandes Wesel
Mitglied des Kreistags
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1 Kommentar
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Gerd Plorin aus Kleve | 26.04.2016 | 19:51  
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