Rosemarie Kaltenbach: Besuch im Amazon-Streiklokal

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Wer kämpft, braucht Kraft und Kohlehydrate. Das Bild zeigt (v.l.n.r.): Ortwin Reuther, Kai Maas, Rosemarie Kaltenbach, Karin Wolk, Tim Schmidt.
Rheinberg. Rund 40.000 Menschen haben es bereits getan. Unter amazon-verdi.de die Petition „Behandeln Sie die Amazon-Mitarbeiter fair!“ unterzeichnet und damit den Kampf der Gewerkschaft für einen Tarifvertrag bei Amazon unterstützt. Seit gestern gibt es eine weitere Unterschrift: Nach ihrem Solidaritätsbesuch bei den streikenden Amazon-Mitarbeitern in Rheinberg ging SPD-Bürgermeisterkandidatin Rosemarie Kaltenbach online und trug sich ebenfalls in die Liste ein.

Worum es geht bei dem aktuellen Streik, war Thema des Gesprächs, das Rosemarie Kaltenbach mit der Rheinberger DGB-Vorsitzenden Karin Wolk, dem früheren Amazon-Betriebsratsvorsitzenden und heutigem Verdi-Sekretär Tim Schmidt sowie Vertrauensmann Kai Maas im Streiklokal „Schopsbröck“ führte. Amazon, so Schmidt, zahle sicherlich nicht schlecht, aber es gehe nicht ums Geld allein. Ein Tarifvertrag biete für die Beschäftigten in vielen Bereichen (unter anderem regelmäßige Lohnerhöhungen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Zuschläge, vernünftige Regelungen bei Befristungen) deutlich mehr Vorteile und damit eben auch mehr Sicherheit. Bislang gebe es keinen Tarifvertrag, Amazon orientiere sich lediglich an Summen, die in der Logistikbranche gezahlt werden wüden.

Bislang, sagen Schmidt und Maas, verweigere sich Amazon allen Gesprächen. Ihr Wunsch an die Politik: Alles zu tun, um Amazon zumindest dazu zu bringen, sich mit den Gewerkschaften an einen Tisch zu setzen. Rosemarie Kaltenbach kann nicht nachvollziehen, warum nicht wenigstens miteinander gesprochen werden könne.

Mit der Streikbereitschaft in Rheinberg sind Schmidt und Maas zufrieden. Der Warnstreik war den Kolleginnen und Kollegen vorher nicht angekündigt worden, aus dem laufenden Betrieb heraus sei der Aufruf am Montagmorgen erfolgt. Mehr als 450 Mitarbeiter folgten dem Aufruf, darunter auch Teamleiter. „Wenn die Flagge zeigen, dann gehen auch mehr Beschäftigte mit.“
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