Haushaltssicherungskonzept im gallischen Dorf

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  So etwas gibt es nur in Ossenberg. Spätestens nach dem Tulpensonntagszug weiß das wohl jeder der Jecken, die sich bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg ins Mühlendorf gemacht hatten.

Schon bei der Aufstellung auf dem Schützenplatz herrschte eine Superstimmung. Das war aber auch kein Wunder bei dem strahlend blauen Himmel und den frühlingshaften Temperaturen.

Sechs Motivwagen und vier Fußgruppen machten sich auf den Weg durch Ossenberg und dieser Karnevalszug kann wirklich als etwas Besonderes bezeichnet werden. An sage und schreibe neun Verpflegungsstationen versorgten Anwohner die Zugteilnehmer und Besucher. Es gab jede Menge kulinarische Köstlichkeiten. Für jeden Geschmack war etwas dabei, süße Waffeln, Rollmöpse, Mettwürstchen, Käsewürfel, halbe Eier, Chili con carne, Grillwürstchen und selbstverständlich auch kalte und warme Getränke. Das hat in Ossenberg schon Tradition, bereits beim ersten Tulpensonntagszug im Jahr 2005 gab es diese Verpflegungsstände.

Leider konnte man im Norden von Ossenberg immer nur eine kurze Rast einlegen, da spätestens um 13:45 Uhr die Kreisstraße 14 überquert werden musste, da der begleitende Polizeibeamte Uwe Hribsek anschließend noch in Orsoy beim dortigen Karnevalsumzug seinen Dienst verrichten musste. Diese Vorgabe wurde schließlich auch eingehalten, um 13:44 Uhr überquerte der letzte Wagen die Straße.

Herrlich anzusehen waren auch diesmal wieder die Motivwagen und die Fußgruppen. Die Nachbarschaft Berkastraße machte das Haushaltssicherungskonzept der Stadt Rheinberg zum Thema. „Rheinberg hängt am Tropf“ stand unübersehbar am Motivwagen und die Fußgruppe folgte ihm passend dazu als Pleitegeier.

Gleich zwei Wagen stellte die Pumpennachbarschaft Spilling als gallisches Dorf. Unter Asterix, Obelix, Miraculix und den anderen unbeugsamen Galliern mischte sich auch der eine oder andere römische Legionär, die bei der friedlichen Stimmung diesmal aber keine Prügel bekamen.

Die Ossenberger Karnevalsfreunde, die „immer noch am Ball sind“, die Ossenberger Feuerwehr und nicht zuletzt die einzelnen Fußgruppen in ihrer bunten Vielfalt rundeten das traumhafte Gesamtbild ab. Ein besonderer Augenschmaus war der Prunkwagen des KAG Ossenberg. Prinz Harald I. und die Kinderprinzessin Alia I. waren sichtlich stolz, ihren Verein beim Tulpensonntagszug repräsentieren zu dürfen.

Zum ersten Mal führte der Zugweg auch durch das Ossenberger Neubaugebiet und wer hier Schwierigkeiten wegen der engen Straßen vorhergesehen hatte, wurde schnell eines Besseren belehrt. Die Häuser waren mit Luftballons und karnevalistischen Motiven geschmückt und alle Parkbuchten wurden freigehalten, damit der Zug ungehindert passieren konnte.

Der KAG Ossenberg bedankt sich ausdrücklich bei allen, die vor und hinter den Kulissen für einen reibungslosen Ablauf des Tulpensonntagszuges gesorgt haben, ganz besonders bei den teilnehmenden Vereinen und Nachbarschaften für das Bauen der Wagen und den Ideenreichtum, den vor allen die Fußgruppen an den Tag gelegt haben. Ein Dankeschön geht auch an die Anlieger, die wiederum dafür gesorgt haben, dass die Zugteilnehmer mit Speisen und Getränken bestens versorgt wurden. Ein Riesenkompliment gebührt aber auch den Bewohnern des Neubaugebietes, die durch ihre Disziplin und Rücksichtnahme mit dazu beigetragen haben, dass der inzwischen sechste Ossenberger Tulpensonntagszug reibungslos über die Bühne ging.
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1 Kommentar
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Elmar Begerau aus Kamp-Lintfort | 17.02.2015 | 17:26  
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