Ist Fußball nicht herrlich? Ein Rückblick auf die europäischen Fußballfesttage

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Als Fußballfestwoche waren sie angekündigt, die Begegnungen deutscher Topclubs mit ihren europäischen Gegnern im Kampf um begehrte Trophäen. Und bei allen Begegnungen war alles drin. Die Hinspiele hatten zu keiner Vorentscheidung geführt.

Zunächst war der VfL Wolfsburg dran, der nach seiner völlig überraschenden Sternstunde zu Hause gegen die Galaktischen nun nach Madrid musste. Das 2:0 im Rücken reichte allerdings nicht. Die Leistung des Hinspiels konnte nicht wieder abgerufen werden. Stattdessen präsentierten sich die Wölfe so, wie es ihrem Tabellenstand in der Bundesliga entspricht. Und da gibt es ja auch noch einen Christiano Ronaldo, der mit seinen drei Toren den Niedersachsen zeigte, wo der Hammer hängt: 3:0. Wolfsburg raus aus der Champions League, Real Madrid weiter.

Und dann der FC Bayern, der nach seinem mageren 1:0-Hinspielsieg nach Lissabon zu Benfica musste. Aber dort zeigte sich wieder die Cleverness der von vielen bei uns im Westen so ungeliebten Bayern. Das 2:2 reicht zum Weiterkommen in der Champions League. Nebenbei: So hatte ich auch getippt. Jetzt geht´s für die Bayern ins Halbfinale.

Der Höhepunkt der Fußballfesttage war aber sicherlich die Begegnung zweier seelenverwandter Clubs, die Begegnung des FC Liverpool gegen unsere Borussia aus Dortmund. Das 1:1 aus dem Hinspiel gegen den Klopp-Verein war für den BVB keine gute Ausgangsposition. Dennoch spürte man eine euphorische Stimmung im Hinblick auf das Rückspiel an der Anfield Road. Ein 14-jähriger Junge fragte mich heute Morgen noch, was ich tippen würde. Er selbst sei sehr zuversichtlich. Ich gestand ihm meine Befürchtung, dass Klopp mit seinen Liverpoolern die Dortmunder rauskicken würde. Und so kam es denn auch, obgleich die Schwarz-Gelben schon nach zehn Minuten mit 2:0 vorn lagen. Ihren furiosen Auftritt in der Anfangsphase konnten sie allerdings nicht konservieren, so dass die Engländer immer besser ins Spiel fanden. Aber erst nach der Halbzeitpause konnten sie das in ein Tor ummünzen: 1:2 aus Liverpooler Sicht. Als dann jedoch das 1:3 fiel, dachte man, das Spiel sei gelaufen. Die Dortmunder verloren jedoch jeglichen Biss und ließen die Fußballer aus der Beatlesstadt gewähren: 2:3, 3:3 und schließlich das entscheidende 4:3. Schlusspfiff. Dortmund raus aus der Europa League, rausgeschossen vom alten und immer noch heiß geliebten Kloppo. Schade! Aber so ist Fußball. Und jedem sei zugerufen: You´ll never walk alone.
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