Jahreshauptversammlung des SV Millingen brachte eine Riesenenttäuschung mit sich

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Ulrich Glanz eröffnet die Jhv.
 
Rita Berkels, Regina Bruns, Gerd Lisken und Günter Schwarzer sind 25 Jahre im Verein.
Überaus harmonisch verlief die Jahreshauptversammlung des SV Millingen, die allerdings auch eine Riesenenttäuschung mit sich brachte. Angesichts des millionenschweren Haushaltsdefizites der Stadt Rheinberg wird es wohl keine städtische Bezuschussung für das vom SV Millingen und dem Trägerverein Millinger Vereine gemeinsam geplante neue Vereinsheim mit zusätzlichen Umkleide- und Duschräumen und einem integrierten Bürgerzentrum geben. Damit ist dieses Bauvorhaben wohl endgültig gestorben und jahrelange Planungsarbeiten waren schlichtweg umsonst, auch wenn eine offizielle Stellungnahme der Stadt noch aussteht. In diesem Zusammenhang wurde aus der Versammlung heftige Kritik an Rheinbergs Bürgermeister Hans-Theo Mennicken laut, der den Millingern immer wieder Hoffnung gemacht hatte, dass dieses Projekt zu verwirklichen sei.

Andererseits gibt es offensichtlich in der Stadtverwaltung und den Fraktionen im Rat der Stadt Rheinberg ein klares Bekenntnis zum Millinger Sportplatz. Überlegungen, die Sportplätze in Rheinberg von sechs auf drei zu reduzieren und dabei die Millinger Sportanlage zu schließen, sollten damit der Vergangenheit angehören.

Auch die erst im letzten Jahr beschlossenen Sportförderrichtlinien der Stadt, die für den SV Millingen trotz der Gebühren für die Nutzung der städtischen Sporthallen Zuschusszahlungen von etwas mehr als 1000 Euro bedeuten, sollen dem Vernehmen nach erhalten bleiben.

Großen Beifall bekam die neue Hauptkassiererin Ina Pullich für ihren überaus positiven Kassenbericht. Anders als viele andere Sportvereine steht der SV Millingen wegen seiner sparsamen Haushaltspolitik finanziell auf ausgesprochen gesunden Füßen.

Ohne Überraschungen verliefen die Neuwahlen. Ulrich Glanz, der nun schon seit 25 Jahren das Amt des Vorsitzenden bekleidet, wurde ebenso wiedergewählt wie die Breitensportbeauftragte Margret Schöps und der Sozialwart Clemens Brune. Auch die Beisitzer Sascha Spang und Franz Rüller wurden in ihren Ämtern bestätigt. Kassenprüfer sind Gustav Behrens, Hubert Weihofen und Michael Göting. Alle Wahlen erfolgten übrigens einstimmig.

Millingens 2. Vorsitzender Wolfgang Allhoff ließ es sich anschließend nicht nehmen, Ulrich Glanz für seine 25-jährige ehrenamtliche Tätigkeit als Vorsitzender des SV Millingen zu würdigen, wobei er auch Dankesworte für Angelika Glanz fand, die ihren Mann trotz ihrer eigenen Vorstandstätigkeit bei seiner Arbeit immer wieder unterstützt. Beide erhielten nach der Laudatio stehende Ovationen.

Im Rahmen der Versammlung wurden Regina Bruns, Rita Berkels, Gerd Lisken und Günter Schwarzer für ihre 25-jährige Mitgliedschaft im SV Millingen mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Die Goldene Ehrennadel erhielten Hubert Weihofen und Horst Reinders, die seit 50 Jahren dem Verein die Treue halten. Die Goldene Ehrennadel mit der Zahl 60 gab es schließlich für Ernst Otto, der 1953 Mitglied des SV Millingen wurde.

Erstmals in der inzwischen 85-jährigen Geschichte des SV Millingen wurden mit Johannes Schumacher, Heinz Wellesen sowie den Brüdern Gerhard, Karl-Heinz, Walter und Willi Weyhofen Mitglieder für ihre 65-jährige Vereinstreue geehrt. Heinrich ten Elsen, Heinz Mroß und Karl Hausmann, die ebenfalls seit 1948 dem Verein angehören, konnten der Versammlung leider nicht beiwohnen, ihre Ehrung wird aber auf jeden Fall nachgeholt.
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