125 Jahre Volksbank Schermbeck

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(v.l.) Thorsten Buchholz, Norbert Scholtholt, Carina Rikirsch und Rainer Schwarz schneiden die Geburtstagstorte an. (Foto: Lensing)
Schermbeck: Volksbank Schermbeck |

Eine Fotoausstellung in der Volksbank Schermbeck dokumentiert ab sofort die Geschichte der Genossenschaft, die vor 125 Jahren gegründet wurde.



Bankdirektor Rainer Schwarz eröffnete passend zum Gründungstag der Bank diese Ausstellung. Zusammen mit ehemaligen und amtierenden Aufsichtsräten und Vorständen wurden elf Schautafeln enthüllt. Sie zeigen die „wechselhafte, aber erfolgreiche Geschichte“ der regionalen Genossenschaftsbank, so Schwarz in seiner Rede. Auch wenn das Geschäftsmodell ständig überarbeitet wurde, „haben wir uns nie grundlegend geändert“, ergänzte er. Im Anschluss servierten gründerzeitlich verkleidete Bankmitarbeiter Geburtstagstorte für die Kunden und die Mitglieder.

Rainer Schwarz betonte zudem, dass die Geschichtsausstellung „nicht von einem professionellen Geschichtsbüro eingekauft wurde, sondern von den eigenen Mitarbeitern selbst erarbeitet wurde.“ Diese präsentierten ihre Schautafeln und führten durch die Ausstellung. Und: Die Tafeln sind beweglich und werden auf allen Veranstaltungen der Volksbank im Jubiläumsjahr 2016 zu sehen sein.

Gleich mehrere Tafeln widmen sich den Anfängen der Bank. 1891 haben 43 Bürger aus Schermbeck, Damm, Bricht, Overbeck, Rüste und Altschermbeck die Schermbecker Spar- und Darlehnskassenverein als eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht gegründet. In der Zeit der Hochindustrialisierung in Deutschland hatte die Landbevölkerung kaum Zugang zu den damals existierenden Banken. Kredite wurden oft über private Geldverleiher vermittelt. Viele Bürger verschuldeten sich und verloren ihre wirtschaftliche Existenz. In dieser Zeit entwickelten die Gründerväter der Genossenschaften, Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch, eine Idee, um den vermeintlichen Verlierern der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung zu helfen.

Gemäß dem Motto „was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“ gründete sich am 15. März 1891 der Vorläufer der heutigen Volksbank. In den ersten Jahrzehnten wickelte die Bank ihre Geschäfte in einem Nebenraum der Gaststätte Menting (heute Hotel Zur Linde/Kartoffel-Ackerdemie) ab. An einem Stehpult wurde die komplette Buchführung von Hand und im Kopf geleistet. 1957 folgte ein Umzug in das Bankgebäude an der Mittelstraße gebaut. Ab den 1960er Jahren zog nach und nach moderne EDV-Technik in den Bankalltag ein. 1988 schlossen sich die Gahlener und die Schermbecker Volksbank zusammen. Heute ist die Volksbank Schermbeck eine Universalbank, die 72 Mitarbeiter und Auszubildende beschäftigt. Sie betreut Kundengelder im Volumen von 879 Millionen Euro und hat 10.845 Mitglieder (Stand 30. Dezember 2015).

Die Geschichtsausstellung ist bis Freitag, 1. April, in den Räumen der Volksbank an der Mittelstraße zu besichtigen.

Text: Andreas Rentel
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