Projektkurs „Technik und Innovation“ an der Gesamtschule Schermbeck

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Die Schüler und Firmenvertreter des Projektkurses. (Foto: Rentel)
 
Gruppenbild des Projektkurses (Foto: Rentel)
Schermbeck: Gesamtschule |

Papierpläne digitalisieren, eine Lagerhaltung modernisieren und eine Kalkulation für eine Klimaanlage erstellen: Diesen Aufgaben haben sich zehn Schüler der Gesamtschule Schermbeck im Projektkurs „Technik und Innovation“ gestellt. Am gestrigen Dienstag haben die Jugendlichen die Ergebnisse ihrer Arbeit in der Aula vorgestellt. Dabei hat die Schule zum zweiten Mal mit dem VDI zusammengearbeitet.



Ebenfalls im Boot waren drei Firmen als Projektpartner; das Metallbau-Unternehmen Dr. Gößling und das Maschinenbau-Unternehmen Daurex, beide aus Schermbeck, sowie Bührer und Wehling, ein Projektbau-Unternehmen aus Oberhausen.

Niklas Braun, Yannick Fischer, Marvin Reker und Yannick Krahne haben sich bei den Anlagenbauern von Dr. Gößling um Verbesserungen bemüht. Die Vorschläge zur Digitalisierung bestehender alter Pläne und eine Verbesserung im Lager fand das Lob des Unternehmens. Thomas Grafen, kaufmännischer Geschäftsführer bei Dr. Gößling, lobte das Engagement der Schüler. Sie hätten auch Fragen über die konkreten Projekte hinaus gestellt. Er stellte klar: Natürlich arbeite sein Unternehmen mit dem PC. Bei den zu digitalisierenden Plänen ging es um solche, die schon „einige Jahre“ alt seien. Sie sollen nach der Digitalisierung vernichtet werden.

Dominik Hensen, David Schult und Hagen Schriefers nahmen bei der Firma Daurex das Lager mit Blick auf mögliche Optimierungen unter die Lupe. Dabei ging es auch um die Anfahrt der Lastwagen und ein effektiveres Entladen. In Oberhausen erstellten Marvin Underberg, Dominik Baumgarth und Lars Gillhaus mehrere Modelle für eine neue Klimaanlage.

In nur rund dreieinhalb Monaten entwickelten die Schüler ihre Projekte bis zur Präsentationsreife. Die gefiel Schulleiter Norbert Hohmann, selbst Deutschlehrer, auch unter sprachlichen Aspekten. Für Inhalte und Darstellungsform gab es lobende Worte.
Das sei ein „straffer Zeitplan“ gewesen, betonte auch Fachlehrerin Rita Kersting, die den Projektkurs leitete. „Hohe Selbstständigkeit und viel mehr Freiheiten“, zeichneten diesen Kurs aus, betonte sie. Die Schüler seien für ihre Arbeiten, die unter der Überschrift Projektmanagement liefen, viel unterwegs gewesen. Dazu gehörte auch ein Wochenende in der Jugendherberge Haltern. Dort standen theoretische Inhalte im Mittelpunkt.

Seit zwei Jahren arbeitet die Schule mit dem VDI bei dem Projektkurs zusammen. Der erste Durchgang orientierte sich noch stärker am Ansatz von „Jugend forscht“, so Kersting. Für den VDI warben die beiden Ingenieure Ulrich Mahlfeld und Klaus Poloszyk für die Arbeit in den Betrieben. „Die Schule mit der Praxis in Verbindung bringen“, sei Ziel der Kooperation. Dies könne aber nur gelingen, wenn die Schule „voll dahinter steht“. Dies sei an der Gesamtschule Schermbeck der Fall, stellten die beiden Ingenieure im Ruhestand fest. Sie vermittelten den Kontakt zwischen Firmen und Schule. In einem Fall kam er über die Familie zustande.

Für den nächsten Projektkurs haben sich bereits 22 Schüler angemeldet. Kersting: „Das heißt, wir brauchen mehr Firmen.“ Interessierte Unternehmen aus Schermbeck und Umgebung sind der Schule für den vierten Durchgang von „Technik und Innovation“ also sehr willkommen.

Text: Andreas Rentel
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