Bäume im Volksbankwald gepflanzt

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RVR-Förster Christoph Beemelmans (mitte) und Bankvorstand Rainer Schwarz (rechts) packten beim Bäumepflanzen mit an.

Schermbeck. Natur erleben, einen Wald nachhaltig gestalten: Das war das Ziel des Aktionstages im Volksbankwald, quasi Startschuss der Aktion, zu dem die Schermbecker Volksbank in die Üfter Mark eingeladen hatte.

Anlass, die 1250 jungen Eichen- und Buchen-Stämmchen zu setzen, ist das 125-jährige Bestehen der Genossenschaft. Eine Fläche kurz hinter dem Nottkamp-Parkplatz, von der B58 zu erreichen, haben sich die Beteiligten dafür ausgeguckt.
Bankvorstand Rainer Schwarz erinnerte in seiner Begrüßung an die unterschiedlichen Aktionen, die es im Jubiläumsjahr bereits gegeben hat. Das Wissen um die Natur schwinde, stellte er fest. Er habe den Eindruck, dass die Umwelt vor allem durch eine romantisierende „Walt-Disney-Brille“ gesehen werde. Sein Fazit: „Alles sieht wie Bambi aus.“ Dort wolle die Bank mit ihrem Wald gegensteuern. Kinder und Jugendliche sollen an die Natur herangeführt werden. Die Gesamtschule Schermbeck hat auf einer ein Hektar großen Fläche bereits 300 Bäumchen gesetzt.

Weitere Partner für das Wald-Projekt gewonnen

Stefanie Fitting stellte das Wald-Konzept kurz vor. Im Team mit Nicole Dembowski, Lisa Nagel, Tatjana Ruloff und Heribert Triptrap gab es im Herbst 2015 die Idee, Natur erlebbar zu machen. „Das können wir nicht alleine machen“, war dem Team schnell klar. Mit dem Regionalverband Ruhrgebiet (RVR), dessen Revierförster Christoph Beemelmans, weiteren Mitarbeitern und der Rheinisch Westfälischen Wasserwerksgesellschaft (RWW) kamen zusätzliche Partner ins Boot. Und: „Es soll in den nächsten Jahren weitergehen“, versprach Fitting.
Der Förster lobte die gute Zusammenarbeit mit der Bank und lud die Gäste bei der offiziellen Eröffnung des Volksbankwaldes ein, selbst zum Spaten zu greifen. Tipps, wie die Bäumchen richtig zu setzen sind, gab's zudem. Immerhin: Die erforderlichen Löcher waren vorgebohrt.
Auf einem Rundweg um die bereits weitgehend frei geräumte Waldfläche war viel zu erfahren. Wie Wasser und Wald zusammen passen, erläuterte Iris Becker am RWW-Stand. „Das Wasser wird durch den Wald gefiltert“, sagte sie über die Wassergewinnung in der Üfter Mark. Um Tiere im Wald ging es an einer Spielestation des RVR, die Schermbecker Pfadfinder stellten sich ebenfalls vor. Ein Stück weiter stand die „rollende Waldschule“ des Hegerings. „Viele Kinder kennen die Tiere gar nicht“, sagte Peter van der Linde vom Hegering. Das möchte der Hegering mit seinen Exponaten ändern.

Zwei Kaltblüter ziehen Bäume aus dem Boden

Rückepferde bei der Arbeit gab es auch zu sehen. Georg Stevens aus Alpen hatte die beiden ebenso kräftigen wie ruhigen Kaltblüter mitgebracht. Deren Aufgabe erläuterte Beemelmans so: „Die Traubenkirsche muss heraus.“ Diese Baumsorte verbreite sich in dem Waldstück so stark, dass sie anderen Arten keine Chance lasse. Das Ziel: Der RVR möchte einen Mischbestand mit Laubbäumen produzieren und bewirtschaften. Schermbecker Bürger, Vereine, Schulen und Kindergärten sind weiter dazu eingeladen, sich daran zu beteiligen. rtl
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