Geplante Gewerbeflächen auf der Idunahall-Brache

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(Foto: Rentel)
Schermbeck: Idunahall-Brache |

Die Eigentümer der geplanten Gewerbeflächen auf der Idunahall-Brache und die Gemeinde Schermbeck wollen die rund sechs Hektar große Fläche gemeinsam vermarkten, darauf haben sich beide Seiten kürzlich in einem ersten Gespräch verständigt. Das künftige Gewerbegebiet wird von der Maassen- und der Alten Poststraße begrenzt. Ende 2005 hatte die Ziegelei Idunhall ihre Produktion eingestellt, und seitdem sieht der Bereich einer neuen Nutzung entgegen.



„Es gibt einen rechtskräftigen Bebauungsplan“, sagt Wirtschaftsförderer Friedhelm Koch. Nachdem der Normenkontrollantrag gegen den Bebauungsplan vor dem OVG Münster nach einem Vergleich zurückgenommen wurde, gibt es auf der jetzigen Brache Planungsrecht. „Das ist ein Sahnestückchen“ lobt Bürgermeister Mike Rexforth die Fläche, deren Anbindung sehr gut sei. Viele Details seien noch offen, betont Koch. Weder sei mit den Eigentümern über konkrete Flächen noch über Preise gesprochen worden. Der Gemeinde gehöre dort „kein Quadratmeter“, stellt er klar. Aber die sechs Hektar hätten für künftige Ansiedlungen in Schermbeck den Vorteil, „am greifbarsten“ zu sein. Wie berichtet hat die Gemeinde zudem fünf Hektar Fläche nördlich des bestehenden Gewerbegebietes am Hufenkampweg für weitere Investoren im Blick. Bereits im Sommer 2007 hat der Planungs- und Umweltausschuss eine Änderung des Flächennutzungsplanes für die Erweiterung des Gewerbegebietes längs des Kapellenweges berschlossen. Während der südliche Bereich schon weitgehend bebaut ist, ist der nördliche weiterhin landwirtschaftliche Fläche.
Auch während des Gerichtsverfahrens vor dem OVG habe es zwar immer wieder Anfragen interessierter Unternehmen zu Idunhall gegeben, aber die Verzögerung durch das Verfahren habe sich bemerkbar gemacht. „Die sind dann weg“, sagt der Wirtschaftsförderer über Firmen, die den ungewissen Ausgang des Verfahrens nicht abwarten wollten oder konnten.

Die Gemeinde sei „froh, dass die Eigentümer das genauso sehen“, betont Koch mit Blick auf die gewünschten mittelständischen Betriebe, die sich bei Idunahall ansiedeln sollen. Arbeitsplätze sollen dort entstehen, laute das Ziel. Obwohl: Wenn jemand auf einer Fläche nur eine Halle baut, sei ihm dies planerisch kaum zu verwehren, so Koch. Aber dies sei nicht gewollt. Bei dem weiteren Vorgehen gelte es auch, den Gebäudebestand zu berücksichtigen.

In der nächsten Zeit wollen Eigentümer und Gemeinde das weitere Vorgehen und Pläne besprechen, um auf die Flächen aufmerksam zu machen. Dazu gebe es verschiedene Möglichkeiten.

Text: Andreas Rentel
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