Gute Chancen für schnelles Internet in Bricht

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SPD-Ratsmitglied Jörg Juppien (rechts) hatte zu dem gut besuchten Infoabend eingeladen. (Foto: Privat)

Schermbeck/Bricht. Die Chancen stehen recht gut, dass auch der Ortsteil Bricht mit der Glasfaser-Technologie eine schnellere Verbindung ins Internet bekommt. Rund 40 Interessierte sind am Donnerstagabend einer Einladung des SPD-Ratsmitglieds Jörg Juppien ins Haus Mühlenbrock gefolgt. Er habe nicht mit so viel Interesse gerechnet, sagte er überrascht.

Ausdrücklich betonte Juppien, dass das Polygon (in dieser Fläche liegen die möglichen Glasfaser-Anschlüsse) von der Gemeindeverwaltung und nicht von Deutsche Glasfaser angelegt sei. Wie berichtet, beginnt das Unternehmen jetzt mit dem Netzausbau im Schermbecker Ortskern. Wettbewerbsrechtliche Gründe hinderten das Unternehmen daran, eigeninitiativ für den Brichter Ausbau zu werben, erläuterte das SPD-Mitglied. Zwei weitere Unternehmen sind in diesem Bereich tätig.

Verwaltung, Politik und Bürger werden aktiv

Bürgermeister Mike Rexforth, die Verwaltung und die Politik wollen deshalb selbst aktiv werden und die Brichter für das Ausbau-Vorhaben gewinnen. Denn Deutsche Glasfaser sei derzeit der einzige Anbieter, der ein Hochgeschwindigkeitsnetz bis ins Haus lege, so Juppien.
Die Zahlen sehen so aus: 177 mögliche Anschlüsse liegen in dem Polygon. Es wird begrenzt unter anderem von der B 58 im Norden, der alten Bahntrasse und der Alten Postraße im Süden und von der Straße Feldmark im Osten. Die bisher erforderliche 40-prozentige Beteiligung für den Ausbau vorausgesetzt, müssten rund 71 Haushalte einen Vertrag unterschreiben. 65 Haushalte haben bereits ihr Interesse signalisiert, drei weitere haben sich noch Bedenkzeit erbeten. An dem Abend kamen 13 neue Interessens-Bekundungen dazu. Er sei sehr zuversichtlich, dass die nötige Zahl erreicht werde, sagte Juppien.

Netzausbau erst nach Absprache denkbar

Das weitere Vorgehen soll so aussehen: Mit der erforderlichen Zahl im Rücken soll es ein Gespräch mit Bürgermeister Rexforth geben. Die Verwaltung soll dann auf Deutsche Glasfaser zugehen und einen möglichen Netz-Ausbau absprechen. Dabei gelte es auch zu klären, so Juppien, ob das Polygon der Verwaltung sich mit den Vorstellungen des Unternehmens decke. „Da ist nichts in Stein gemeißelt“, sagte er bei Mühlenbrock. Gebäude außerhalb des Polygons seien nicht erfasst, aber das könne sich noch ändern. Letztlich seien für das Unternehmen die Kosten entscheidend.
Ob der Ausbau so wie in Schermbeck grundsätzlich kostenfrei möglich sein wird, blieb ab dem Abend offen. Das lasse sich ganz schlecht pauschal sagen, hieß es. Die Bedingungen, zu denen Deutsche Glasfaser sein Netz anbietet, sind aber dieselben. So kann sich der Kunde zum Beispiel nach einer zweijährigen Vertragslaufzeit von dem Unternehmen lösen, da das Netz als offene Variante konzipiert ist. Bis zu zehn Rufnummern konnen Glasfaser-Kunden übernehmen. Auch die Preise sollen gleich sein. rtl
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