Windpark offiziell in Betrieb genommen

Anzeige
Bürgermeister Rexforth, Klaus Schulze Langenhorst, Jens Ostermann-Schelleckes und Michael Redeker (von links) haben auf den symbolischen Startknopf gedrückt.

Schermbeck. Nach einem symbolischen Druck auf den roten Knopf hat der neue Windpark am Lühlerheim am Samstag seinen Betrieb aufgenommen. Bürgermeister Mike Rexforth, Klaus Schulze Langenhorst (Geschäftsführer SL Naturenergie), Jens Ostermann-Schelleckes (Niederrheinische Sparkasse Rhein-Lippe) und Michael Redeker (Vorstand der Schermbecker Energie-Genossenschaft) haben damit offiziell die Stromproduktion gestartet.

Aline Wenderoth, SL-Pressesprecherin, sagte, das Gladbecker Unternehmen lade nach einem Projektabschluss stets zu einem Fest ein. Es werde damit quasi ein „Tag der offenen Tür für die Nachbarschaft der Anlage und alle Interessierten angeboten. Wenderoth ergänzte: Der neue Windpark sei „ein tolles und großes Projekt“.

Nabe der Räder auf 150 Meter Höhe

Schulze Langenhorst belegte diese Einschätzung vor dem Knopfdruck mit beeindruckenden Zahlen. In 150 Meter Höhe befindet sich die Nabe der Windräder. 115 Meter messen die Rotoren im Durchmesser. Für bis zu 8500 Dreipersonen-Haushalte erzeugt der Windpark Strom, kann damit also rechnerisch die ganze Gemeinde Schermbeck versorgen. Drei der vier Räder sind bereits ans Stromnetz angeschlossen.
Ostermann-Schelleckes lobte eingangs, „wie schnell die Anlage errichtet worden ist“. Die Sparkasse habe das Projekt nicht allein finanzieren können, sondern sich Partner gesucht. Neben der Energiegenossenschaft sind es die Volksbank Rhede, die Sparkassen Niederrhein und Märkischer Kreis sowie die NRW-Bank.

Energiegenossenschaft 2009 gegründet

Redeker sagte, die 2009 gegründete Genossenschaft habe derzeit 458 Mitglieder. Nachdem diese bisher im Solar-Bereich tätig war, könne man jetzt „ein klein wenig Windenergie mitmachen“. Über eine Million Euro steuerten die Genossenschaft und weitere Bürger aus der Region zum Projekt bei.
Bürgermeister Rexforth erklärte, dass die Gemeinde bei dem Projekt „am meisten in der Kritik“ stehe. Aber nach dem Ausstieg aus der Atomenergie sei es nötig, andere Quellen zu finden. "Es ist nicht einfach für die, die drumherum leben“, stellte der Bürgermeister mit Blick auf die Nachbarn des Windparks fest. Er war aber überzeugt, „den geringst möglichen Eingriff“ in die Landschaft vorgenommen zu haben.
Zum Gelingen des Tages trugen die Erntegruppe und der Heimatverein Weselerwald bei. Trachtentänze waren auf der Bühne zu sehen, alte Traktoren hatten die Ehrenamtlichen mitgebracht. Zudem konnten die Besucher ins Innere eines Windrades. Dort erläuterten SL-Mitarbeiter die komplexe Technik.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.