Andreas Pieniak regiert Fähnchenschützen

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Der scheidende Thron dreht auf dem Hof Cluse eine Runde und winkt den Fähnchenschützen zu.

Buschhausen. Die „Fähnchenschützengilde Buschhausen neV“ hat ein neues Königspaar: Andreas Pieniak und Jennifer Rademacher haben die Regentschaft über diesen Nicht-Verein der etwas anderen Art übernommen. Denn die Buschhausener Schützen feiern ihr Fest auf sehr spezielle Art.

Vor 35 Jahren gründeten Ernst-Christoph Grüter, Michael Grüter, Manfred Dahlhaus, Armin Stadler, Norbert Dahlhaus, Gregor Stiebels und Wolfgang Althaus die Gilde. Diese „glorreichen Sieben“ protestierten dagegen, dass „die Lieblingsnachbargilde in Altschermbeck“ die traditionellen Schützenfähnchen durch Plaketten ersetzen wollte.

Zwei Jubiläen gefeiert

Zwei Jubiläen galt es diesmal zu feiern. Das erste betraf den Festort: „50 halbe Jahre Hof Cluse“, verkündete Präsident Marius Sühling in seiner Festansprache nach dem Antreten auf dem Festplatz. Mit einem flotten „Tach Schützen“ begrüßte er seine Mannen. Das 35-jährige Bestehen der Gilde bedeutete Ehrentag zwei.
Statt in Ordnung, Einigkeit und Frohsinn wie andere Schützen ergehen sich die Fähnchenschützen traditionell in Chaos, Zwieback und Stumpfsinn. Also gab es ausdrücklich wieder keine große Kirmes und das Oberstpferd war wie gehabt ein passend dekoriertes Fahrrad. Nach dem Antreten beim König marschierte die Truppe zur Vogelrute. Der bei den Fähnchenschützen unverzichtbare „heilige Suppsack“ hatte natürlich wieder seinen Ehrenplatz.

"Sehterrasse" als Ziel des Spotts

Gerne und mit Wonne karikieren die Fähnchenschützen ihre Nachbargilden. An der „Sehterrasse“ der Schermbecker samt der gelben Tonnen auf dem „Rainer-Gardemann-Platz“ am Mühlenteich kamen sie natürlich nicht vorbei. Handy-Gebimmel während der Messe spießte Kaplan Michael Grüter auf. „Lass doch bitte auch das Handy aus“, lautete die Aufforderung. Das noch amtierende Königspaar Thomas Bienbeck und Alexandra Schult samt „Throngeschlumse“ lauschte ebenso aufmerksam wie das Schützenvolk auf dem Hof.
„Das machen wir nicht mit“, lehnte der Präsi deutlich den gestiegenen Bierpreis ab, der bei der Vorfeier zu zahlen war. In Buschhausen bleibt es also bei 1,499 Euro. Aber: „Rundet auf“, lautete sein Appell, denn der Erlös sei für „Kinder mit Hochwasserhosen“ gedacht.

Gedenkrede für die "umgefallenen Schützen"

Nach der Gedenkrede für die „umgefallenen Schützen“, den Ehrungen und der Einsegnung des Vogels platzierten die Fähnchenschützen diesen auf ihrer Vogelstange. Selbstredend sah das Federvieh anders aus als bei den Lieblingsgilden der Umgebung. Mit der Inthronisation des neuen Königspaares samt Gefolge und dem Throntanz weit nach Mitternacht endete das Fest. Dieser richtete sich ausdrücklich an „alle, die noch können“.
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