Schermbecker Schlopi-Lauf 2016

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Der Wagen „Märchenpost“ der Gruppe „Frühschoppen & Friends“ gewann mit seiner Nachbildung des Schermbecker Rathauses den Preis für die schönste Karre. (Foto: Privat)
 
Kritik an der Ampelschaltung am Rathaus übte der „Altschermbecker Freundeskreis. Sie fordern: „Grüne Welle für Kilian“. (Foto: Privat)
Schermbeck: Schlossstraße |

Zum 17. Mal veranstaltete die Schermbecker Kolpingsfamilie am Karnevalssonntag, 7. Februar, das beliebte „Schlopi-Rennen“, ein Schubkarrenrennen, das nur alle vier Jahre stattfindet. Schon seit 1924 „verwandeln“ dafür verschiedene Schermbecker Ortsgruppen ihre Schubkarren nach einem selbst gewählten Thema und treten dann in drei Wettbewerben gegeneinander an.



Gegen 12.30 Uhr trafen die 19 teilnehmenden Gruppen auf dem Parkplatz der Gesamtschule Schermbeck ein um ihre Startnummern abzuholen. Tradtitionsgemäß wurden dann die Bewohner des Marienheimes besucht, bevor es mit Blasmusik der Kapelle „Einklang“ untermalt zur Startlinie an der Schlossstraße ging. Schon seit 1924 ist die Strecke immer die gleiche geblieben: In einem Rundkurs geht es an der Schlossstraße los, dann über Abschnitte der Erler Straße, weiter über die Brunnenstraße und zuletzt an der St. Ludgeruskirche vorbei.

Doch bevor es zum eigentlichen Rennen kam, gab es zunächst noch die Vorstellungsrunde, die vom stellvertretenden Schermbecker Bürgermeister Engelbert Bikowski moderiert wurde. Genau wie beim letzten Schlopirennen gab es auch dieses Jahr wieder einen bunten Themenmix:
So traten Minions, Schlümpfe, Teufel, Drachen, VW-Mitarbeiter, Bauarbeiter, römische Legionäre, finanziell ruinierte Griechen und viele andere zum Rennen an.

In der zweiten Runde ging es um die Schnelligkeit. Die Gruppen rasten nacheinander die Strecke entlang und versuchten ihre Schubkarren schnell und möglichst unbeschadet durchs Ziel zu bringen. Die dritte Runde war ein Hindernis-Parcours. Statt nach den Sternen zu greifen um siegreich über Wippe und Rampe zu gelangen, musste man hier nach einer Mettwurst greifen, die über die Rennstrecke gespannt wurde.

Dass Bananen gut fürs Laufen sind, beweiste die Nachbarschaft Kilianstraße (Startnummer 15) mit einer Spitzenzeit von 37 Sekunden. Ganz getreu ihrem diesjährigen Motto „Minions love Bananas“ schossen die gelben Helfer in Latzhosen mit ihrem Bananengefährt als schnellstes Team über die Zielgeraden bei Nappenfeld. Ganz klar: Der extra Schuss Magnesium macht's.

Die Jury, bestehend aus den drei Schützenköniginnen Schermbecks, Altschermbecks und Buschhausens Ute Halbsguth, Nadine Fasselt und Johanna Schulze sowie dem Leiter des Marienheims Klaus Optenhövel, wählten danach die schönste Karre und die besten Kostüme.

Zur schönsten Karre wurde die „Märchenpost“ der Gruppe „Frühschoppen & Friends“ gekürt. Die Frühschopper fuhren als Teufel verkleidet das Rennen in einer Nachbildung des Schermbecker Rathauses und ernteten dafür viel Applaus und wohlwollendes Gelächter. Das Kürzel der gruppeneigenen Fraktion BfB, also „Bündnis für Blödsinn“, wurde dieses Jahr in „Briefe für'n Bürgermeister“ umgedeutet und kritisiert mit dem Slogan „Rot(h)e Anträge sind schnell gestellt, zum Teufel mit dem Steuergeld“ auf satirische Weise den Vorsitzenden der Wahlgemeinschaft „Bürger für Bürger“ Klaus Roth. Dieser soll derartig viele Anträge stellen, dass es durch den enormen personellen Aufwand, der zur Bearbeitung nötig ist, schon fast an Steuergeldverschwendung grenzt.
Mit einem Stil der entfernt an eine pinkhaarige Version des Musicals „Starlight Express“ erinnern könnte, rollte der Üfter „Saufverein Busenfreundinnen“ direkt in das Herz der Jury und holte sich den Preis für die schönste Gruppe.

Auch im Zelt ging es rund


Nach der Siegerehrung war der Tag aber alles andere als vorüber: Über 500 feierlustige Jecken trafen sich im Zelt auf dem Parkplatz der Schloßstraße und feierten mit lauten Karnevalshits noch bis 22 Uhr weiter.

Dieses Jahr wurde in dem Zelt auch erstmals Kaffee und Kuchen angeboten; der Andrang war groß und laut Vorsitzender Christa Hülsdünker ein voller Erfolg. Nicht nur, dass sehr viele Spenden an Kuchen, Brezeln und anderen Leckereien eingingen, das Angebot lockte auch Zuschauer, die normalerweise nicht viel mit dem Wettstreit anfangen können. Besonders ältere Generationen zogen sich schon nach den ersten Rennen lieber in das Zelt zurück, um die nette Gesellschaft bei Kaffee und Kuchen zu genießen.

Ein besonders dickes Lob sprach Christa Hülsdünker den etwa 80 freiwilligen Helfern und allen anliegenden Nachbarn zu, ohne die diese Veranstaltung nicht möglich wäre. Das Engagement aller Beteiligten sorgte dafür, dass die Aufräumarbeiten bereits am Rosenmontagsmorgen abgeschlossen waren.
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