Hendrik Bienbeck regiert in Altschermbeck.

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Hendrik Bienbeck jubelt: Mit dem 575. Schuss hat er den winzigen Rest des Holzvogels von der Stange geholt.

Altschermbeck. Die Altschermbecker Kilianer haben einen neuen König: Mit dem 575. Schuss hat Hendrik Bienbeck dem zähen Holzvogel am Montag um 15.45 Uhr den letzten und entscheidenden Treffer verpasst. Seine Königin ist Julia Ufermann.

"Ich bin so glücklich, dass es ein junger Thron ist und dass die Jugend diese Tradition lebt und weiterführt", sagte die scheidene Königin Michaela Hindricksen. Denn der neue König ist 23 Jahre jung. Er arbeitet als Bankkaufmann. Seine Königin ist 24 Jahre jung und Ergo-Therapeutin. Als Ehrendamen stehen Sophie Scholtholt (20) und Britta Steinkamp (24) sowie als Ehrenherren Felix Ufermann (23) und Marius Sühling (23) den neuen Majestäten zur Seite. Das regieren hat in der Familie des Königs bereits Tradtion. Vater Thomas und Mutter Ingrid Bienbeck haben bereits Erfahrung als Majestäten.

Junger Thron regiert in Altschermbeck

Bevor sich der neue Thron von den Altschermbeckern feiern ließ, gab es an der Vogelstange im Eichenwäldchen bei Große-Ruiken einen spannenden Krimi. Recht flott machten sich die Schützen aber zunächst daran, den Vogel zu rupfen.
Werner Schäfer holte mit dem 28. Schuss die Krone herunter und Frank Köther mit dem 50 Schuss den Reichsapfel. Das Zepter holte sich Dirk Weber mit dem 107. Treffer. Der linke Flügel ging an Marvin Knoll (233. Schuss) und der rechte Flügel an Berthold Bienbeck (300. Schuss). 280. Schuss leichtes und 295. Schuss schweres Kaliber waren fällig, um das Holztier klein zu bekommen. Schießwart Benedikt Triptrap wachte über den Wettbewerb, den wieder hunderte Zuschauer verfolgten.

Zuschauer jubelten zu früh

Die jubelten zu früh, als um 15.18 Uhr ein dicker Brocken des Vogels zu Boden fiel. Triptrap schaute durchs Fernglas und entschied: Der Wettbewerb geht weiter.
Als Königsanwärter gingen Reinhard Volks, Matthias Stenkamp, Tobias Assenmacher, Jan Speckamp, Rene Kemper, Bernd Becker und der spätere König ins Rennen. Letztlich machten Bienbeck, Becker und Kemper die Sache unter sich aus. Es war schwierig, den kleinen Vogelrest zu treffen. "Wir haben einen neuen König", verkündete ein Offizier wenig später bei Große-Ruiken. Drei Mal ließen ihn die Altschermbecker lautstark hochleben.
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