Ev. Erwachsenenbildung mit neuem Konzept

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Petra Syring, Petra Mankel, Matthias Kriese und Katharina Arnoldi (v.l.n.r.) präsentieren das bunte und ansprechende Programm der EEB. (Foto: Harald Bertermann)

Mit im neuen Programmheft der ev. Erwachsenenbildung (EEB) sind jetzt auch die Angebote aus dem Computerbereich, die bisher in einem eigenen Heft erschienen sind.

„Die Veränderungen sind Ausdruck eines intensiven Nachdenkens im Team und im Vorstand der EEB“, erklärt Matthias Kriese, Leiter der EEB. „Wir haben uns Gedanken darüber gemacht, welche aktuellen religiösen, gesellschaftlichen und politischen Themen relevant sind und welcher wir uns gezielt annehmen. Beispielsweise bewegen uns Fragen im Zusammenhang mit der Integration von Flüchtlingen und Angebote für Haupt- und Ehrenamtliche in diesem Bereich.“
Und so finden sich in dem Programmheft vielfältige Fortbildungen und Informationsveranstaltungen für Haupt- und Ehrenamtliche im Kontext von Flucht, Migration und Integration, die in Kooperation mit weiteren Partnern angeboten werden. „Nicht nur die Vermittlung von Informationen zu Sprachförderung und Alphabetisierung steht im Fokus der Veranstaltungen, sondern auch konkrete Impulse für die Praxis und der kollegiale Austausch untereinander“, erzählt Bildungsreferentin Katharina Arnoldi.
Auf rechtspolitische Strömungen im Land reagiert die EEB mit Vortragsveranstaltungen und einem Fachtag „Rechtspopulismus und Rassismus“. Zum Umgang mit Vorurteilen und Parolen wird von der EEB auf Wunsch auch ein Argumentationstraining vor Ort angeboten.

Auf inklusive Bildung setzen

„Dass an manchen Stellen Inklusion als gescheitert erklärt wird, akzeptieren wir so nicht. Wir werden weiter verstärkt Inklusive Bildungsangebote vorhalten“, erklärt Matthias Kriese und weist so auf einen weiteren Themenschwerpunkt hin.
Ein Beispiel für dieses Engagement ist ein Kletterkurs-Angebot in Witten. „Jeder Mensch ist anders – und darin sind alle gleich“ heißt es im Ausschreibungstext. Unter dem Motto „Schluss mit der Theorie von Inklusion und Chancengleichheit“ bietet die EEB in Kooperation mit der Lebenshilfe Witten für jeden die Möglichkeit, sich auszuprobieren. Ab dem 21. September können sich Menschen an fünf Abenden ausprobieren. „Erfahrungen, die man an der Kletterwand macht, können auch im Alltag nützen. Je öfter man klettert, desto mehr traut man sich zu – auch in Situationen, die nichts mit Klettern zu tun haben“, wirbt Petra Syring, die in der EEB für die Seminarorganisation und Verwaltung zuständig ist, für das Inklusive Angebot.
„Der Gedanke, Menschen Hilfestellungen zur Beteiligung am gesellschaftlichen Leben zu geben, spielt auch eine Rolle, wenn wir Angebote zur Gesundheitsförderung in privatem oder beruflichem Kontext entwickeln“, lenkt Matthias Kreise den Blick auf ein weiteres Themenfeld der EEB.
Darüber hinaus beschäftigt die Verantwortlichen der EEB zunehmend auch das Thema der Digitalisierung der Gesellschaft und wie sie Menschen in diesem gesellschaftlichen Wandlungsprozess Unterstützung geben können.

Kreiskirchentag im Oktober

Auch die Kultur findet Raum: Am 14. und 15. Oktober veranstaltet der Ev. Kirchenkreis Schwelm einen Kreiskirchentag im Rahmen des 500-jährigen Reformationsjubiläums.
Das musikalische Theaterstück PLAY LUTHER über das Leben und Werk Martin Luthers, das am 14. Oktober um 19.30 Uhr im Zentrum für Kirche und Kultur in Gevelsberg aufgeführt wird, hat Matthias Kreise maßgeblich organisiert.
„PLAY LUTHER möchte seine Zuschauer im Jetzt abholen und ihnen mit der Produktion den gewaltigen Raum Martin Luthers und die Auswirkungen seiner Reformation, die sich ereignet hat und immer noch andauert, eröffnen, um sie auf gesellschaftliche Aspekte hin zu überprüfen“, beschreiben die Künstler ihr Stück. Die Veranstaltung ist Teil des Stationenweges „Reformation und weiter.Bildung“ des Ev. Erwachsenenbildungswerkes Westfalen und Lippe e.V.. Der Eintritt ist frei.
„Wir hoffen, dass wir bei all unserem Ringen um Themen den richtigen "Nerv" getroffen haben“, erklärt Matthias Kreise. Das neue Programmheft liegt u.a. in allen Gemeindehäusern und Kirchen aus.
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