"Freiwillig in St. Marien" macht sich für Ehrenamt stark

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Die Initiatoren des Projektes „Freiwillig in St. Marien“:(v.l.n.r) Claudia Buskotte, Claudia Wittwer und Christoph Werecki. (Foto: privat)
Schwelm: Pfarrsaal St. Marien |

„Freiwillig in St. Marien“. Das ist der Name einer neuen Ehrenamtsbroschüre, die die katholische Propstei St. Marien Schwelm - Gevelsberg – Ennepetal in den Gemeinden vorstellt.

Das Ehrenamt in Deutschland sei laut einer bundesweiten Studie im Wandel. Während sich bundesweit immer mehr Freiwillige für projektbezogene Arbeit fänden, gehe die Zahl der Ehrenamtlichen in der Kirche zurück. „Dabei ist Kirche schon immer auf das Ehrenamt ausgelegt“, erklärt Claudia Buskotte, Pastoralreferentin in der katholischen Propstei St. Marien Schwelm - Gevelsberg – Ennepetal.

Broschüre für (zukünftige) Ehrenamtler

Um diesem Trend entgegen zu wirken und vor allem um zu zeigen, wo man sich in der Pfarrei freiwillig engagieren kann, hat die Pastoralreferentin gemeinsam mit Christoph Werecki, Kaplan in der Propstei und Claudia Wittwer, die selbst seit Jahren ehrenamtlich engagiert ist, die Ehrenamtsbroschüre „Freiwillig in St. Marien“ erarbeitet. „Das ist eine Broschüre für Ehrenamtliche und solche, die es werden wollen“, sagt Werecki.
Um die Erfordernisse und Anforderungen an das Ehrenamt kennen zu lernen, haben die drei im vergangenen Jahr eine Ausbildung zum Ehrenamtskoordinator gemacht. Organisiert wurden die Kurse, die an mehreren Wochenenden stattfanden, vom Bistum Essen. Für die Propstei ist die Broschüre, die 50 Angebote beinhaltet, Neuland. „Wir wollten die Ehrenamtlichen, die jetzt schon da sind begleiten und unterstützen“, betont Werecki. Gleichzeitig wolle man für neue Ehrenamtliche werben. Um bestmöglich zu erklären, was man für das jeweilige Ehrenamt benötigt und um welche Arbeit es geht, hat das handliche Heft eine Legende mit Symbolen, die sich herausklappen lässt und an jedes einzelne Angebot angelegt werden kann. „So sieht man auf den ersten Blick was man für das jeweilige Ehrenamt mitbringen sollte“, sagt Claudia Wittwer, die im Pfarrgemeinderat tätig ist. Die Angebote, für die Freiwillige gesucht werden und die vom Ehrenamt leben, reichen dabei von der Flüchtlingshilfe über Hausmeisterdienste, Rentner-Treffs, Jugendangebote und „klassische Angebote wie Erstkommunionkatecheten“, erklärt Wittwer.

Kreative Köpfe sollen für neue Ideen sorgen

Diese Broschüre sei der erste wichtige Schritt. „Im zweiten Schritt wollen wir einen Ehrenamtskoordinator in der Pfarrei einstellen, der als Ansprechpartner für die Ehrenamtlichen fungiert, berät und unterstützt und vor allem für Neulinge da ist, um sie in das Angebot einzuführen“, sagt Buskotte. Zudem hofften die drei auf „neue Ideen“, erzählt sie. „Eine Seite im Heft ist mit Fragezeichen versehen – für all diejenigen, die eigene Ideen umsetzen wollen.“ Auch dafür sei die Stelle des Ehrenamtskoordinators wichtig.
Die Broschüre ist in allen katholischen Kirchen, in Schwelm bei Kamp, Köndgen und der Sparkasse und in Ennepetal im Mehrgenerationenhaus erhältlich.
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