Gedicht

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Der kleine freche Spatz

Vor meiner Nase pickt ganz frech
ein Spatz mir alle Brotkrümel weg.
Er hüpft auf dem Frühstückstisch herum
und glaubt, ich wäre wohl so dumm,
ihn dort einfach treiben zu lassen,
um von meinem Teller zu naschen.

Er stibitzt vom Brötchen, schlägt den Schnabel in die Butter,
probiert die Marmelade und glaubt, alles wäre nur sein Futter.
Er tschilpt vergnügt, flattert mit den Flügeln,
betrachtet den Tisch als persönliches Vergnügen!
Er ruft auch noch seine Frau herbei -
es schmeckt ihnen besser, wenn sie sind zu zweit.

Ich bin amüsiert und schau dem Spatz zu,
lass ihn auch fressen ganz in Ruh,
doch als er auch noch von meinem Kaffee trinken will,
hört der Spass auf, ich halte nicht mehr still
und sag dem Frechdachs ganz unverblümt:
„Jetzt ist es genug, geh Leine ziehen!
Das ist mein Frühstück, das ist mein Essen!
Ich will nichts haben, was angefressen.

Dein kleines Bäuchlein ist voll, Du Nimmersatt.
Flieg fort, das ist mein Frühstücksplatz!“
Der Spatz legt sein Köpfchen schief und schaut mich an,
tschilpt „Danke“ und verlässt mich dann
nicht ohne einen sichtbaren Klecks,
den er auf das Tischtuch fallen lässt.

Lachend schau ich ihm nach und sage mir still:
„Auch ein kleiner Spatz weiss, was er will!“
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