Geschmackliche Vielfalt bei der Schwelmer Brauschau

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Die vielfältigen und ausgefallenen Kreationen der Hobbybrauer kitzelten die Geschmacksnerven der Besucher. (Foto: Svenja Kruse)
Schwelm: L.A. Diner |

Abseits des industriell hergestellten Gerstensaftes, zurück zum natürlichen Geschmack der Jahrhunderte alten Tradition.

„Viele kennen das Aroma eines `echten´ Bieres gar nicht mehr“, weiß Roman Voss, Vorsitzender des Vereins für Erhalt und Förderung Schwelmer Brautradition e.V. Umso mehr freut er sich, dass die zweite Schwelmer Brauschau einen solch großen Anlauf gefunden hat – sowohl an Ausstellern, als auch an Besuchern.
13 Hobbybrauer aus ganz NRW hatten den Weg in die Kreisstadt auf sich genommen, ihre teils außergewöhnlichen Eigenkreationen im „L.A. Diner“ präsentiert. „Im Vorhinein konnten wir überhaupt nicht einschätzen, wie viele Besucher zu uns kommen“, berichtet Voss von den Vorbereitungen, da der Vorverkauf nur sehr schleppend verlief, im Endeffekt aber genossen mehr als 100 Braufreunde die Atmosphäre der Brauschau, die sich im Nachhinein als voller Erfolg darstellte.

Gäste wurden zu Bierkennern

Einen ganzen Nachmittag lang konnten Interessierte den Hobbybrauern über die Schulter schauen, über den Brauvorgang, Zutaten und Gärprozesse ins Gespräch kommen und – selbstverständlich – den einen oder anderen Tropfen probieren. Dafür gab´s als kleines Souvenier zum Eintritt sogar ein echtes Sommelier, „das speziell für die Verköstigung von Bier entwickelt wurde, in dem sich das Aroma – ähnlich wie bei einem Weinglas – optimal entfalten kann“, erklärt Voss. Er selber stellte gemeinsam mit einigen anderen Vereinsmitgliedern zwei exklusive Brauexperimente vor: Zum einen einen mit Grapefruit und Orangenaroma verfeinerten Gerstensaft, zum anderen ein mit Matscha-Tee gekochtes und Apfelstücken gegorenes Bier, zwei Eigenkreationen, die sichtlich gut ankamen.

Neue ungewöhnliche Kreationen sind erlaubt

„Das `Use Berken´, ein dunkles, naturtrübes Gebräu ist mittlerweile zu unserem festen Vereinsbier geworden“, erklärt Voss. Der Reiz aber sei es, immer wieder neue Kreationen aus zu probieren, schließlich müssen sich die Hobbybrauer – anders als die großen Brauereien – nicht unbedingt an das Reinheitsgebot halten, haben so viele Möglichkeiten ihre Ideen zu testen. Genau das ist es, was auch die Schwelmer Brauschau ausmachte: Eine Vielfalt an Geschmäckern, kaum eines war vergleichbar mit einem anderen. Alle Besucher bekamen neben dem Sommelier zum Eintritt auch einen Bewertungsbogen mit an die Hand, in dem sie ihren Favoriten aus den 23 verschiedenen Experimenten von der „Apple ZENsation“ bis hin zum „Sherry Mönch“ wählen konnten. Das Rennen machte am Ende das Gevelsberger „Norschibräu“ mit Summer Lager, einem untergärigen Bier mit „sehr fruchtigem Aroma“, so Hobbybrauer Norbert Schindele. Als Gewinner freute er sich über einen 50-Euro-Gutschein eines Brauzubehör-Versandes.
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