Kreativ-Werkstatt zum "Neuen Journal für Schwelm"

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Das Interesse an der Ideenwerkstatt im Haus Martfeld war eher gering. (Foto: Svenja Kruse)
Schwelm: Haus Martfeld |

Bereits vor einem Jahr wurde die Aussetzung des Journals für Schwelm bekannt gegeben, am Wochenende gab es nun eine offene Ideenwerkstatt zum Thema, um ein neues Format auf den Weg zu bringen.

Das öffentliche Interesse an diesem Kreativ-Workshop blieb allerdings aus - anders, als nach der massiven Kritik an der Entscheidung zu erwarten gewesen wäre.
Bürgermeisterin Gabriele Grollmann verwies noch einmal auf die Gründe der Aussetzung: Neben offenen Rechtsfragen und den Kosten sind es auch die vielfältigen neuen Aufgaben der Pressestelle, die eine zeitweise Beschäftigung ausschließlich mit dem Journal verständlicherweise nahezu unmöglich macht.
Und so hatte sich eine Arbeitsgruppe zum Thema eine Menge Gedanken gemacht, wie ein geändertes Format auch ehrenamtlich zu stemmen sein könnte: In dem neuen Journal sollte sich die bunte Vielfalt der Gesellschaft wiederfinden, so die Moderatoren Dr. Klaus Koch und Britta Kruse - von Sozial- und Gemeinwesen über Politik, Historie, Sport, Städtepartnerschaft, Vereinsleben, Schulwesen, Willkommensinitiative und vor allem auch Jugendkultur. Für die Beiträge, die Jedermann je nach Interesse veröffentlichen und die von den Mitgliedern der Netzwerkgruppe kommentiert und bewertet werden könnten, böte zunächst ein soziales Medium wie Facebook eine geeignete Plattform.
Dies sahen einige Teilnehmer in der Diskussion anders, wollten ausschließlich die Stadt als "sicheren Anker" für eine kontinuierliche Veröffentlichung in die Pflicht nehmen. Probleme wie Urheberrechtsfragen und das Recht zur Digitalisierung müssten eben "einfach nur" aus dem Weg geräumt werden.
Doch es gibt Alternativen: Die gesammelten Beiträge könnten in einem Dateiformat heruntergeladen werden oder in der Zusammenarbeit mit Werbepartnern auch in der Druckversion herausgegeben werden - wieder unter städtischer Regie oder durch einen externen Anbieter. Ob es dazu kommt, ist noch völlig offen. Denn das Interesse am Projekt scheint gering. Die eingebrachten Ideen der Werkstatt werden nun gesichtet, dann wird das weitere Vorgehen abgesprochen.
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