Kulturfabrik Ibachhaus: Neuer Vereinsvorstand möchte Programm für alle Schwelmer machen

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Die Köpfe voller Ideen haben Prof. Dr. Marthin Karoff, Ingrid Andre, Ulrike Brux, Dr. Christina Kerckhoff, Marina Böttger, Dorothee Schirmer und Dr. Andreas Leven.
Schwelm: Ibachhaus | Ein frischer Wind soll durch die älteste Klavierfabrik der Welt wehen. Das wünscht sich der neue Vorstand des Trägervereins Ibachhaus. Eine Sturmböe soll es nicht sein. Schließlich will man an Bewährtem festhalten und um Himmels willen bloß nicht abheben.
"Uns gefällt die Idee, möglichst viele Schwelmer mit unserem Programm zu erreichen", sagt die Vorsitzende Ulrike Brux. Gern auch jene, die bislang nicht oder nur selten im Saal an der Wilhelmstraße Platz genommen haben.
Bis auf endgültige Terminabsprachen sind acht Abende durchgeplant. In der bestens eingeführten Klassik-Reihe "Best of NRW" präsentieren sich vier herausragende junge Musiker bzw. Ensembles. Diese Kooperation mit der Richard und Dörken-Stiftung Herdecke soll auch über das zwölfte Jahr hinaus fortgesetzt werden. Kabarettfreunde, die in jüngster Vergangenheit mit Auftritten von Konrad Beikircher, Fritz Eckenga und Christian Ehring versorgt wurden, will man ebenfalls langfristig ans Haus binden. Für diesen Bereich zeichnet der stellvertretende Vorsitzende Prof. Dr. Marthin Karoff verantwortlich. Er verfügt über gute Kontakte in die Szene. Aufgebaut und gepflegt hat er sie als Programmverantwortlicher an der Klinik Königsfeld in Ennepetal. Das Düsseldorfer Kom(m)ödchen und das Bonner Improvisationstheater Springmaus nannte er als Kandidaten für baldige Gastspiele in Schwelm.
Rock, Pop und Jazz will man einen breiteren Raum bieten. "Den Bereich Jazz sehen wir als Experiment", erklärt Ulrike Brux. Wenn zwei Konzerte keine befriedigenden Zuschauerzahlen bringen, kann der Testballon schnell auf die Erde geholt werden. Ohnehin ist noch einiges in der Schwebe. "Uns schwirren sehr viele Ideen durch die Köpfe. Wir schauen jetzt einmal, was machbar ist", so bringt es die Vorsitzende auf den Punkt. Es gelte zu bedenken, dass das Gremium erst vor wenigen Tagen völlig neu besetzt wurde. Für Anregungen von außen sei man überdies sehr empfänglich.
Ohne anderen Veranstaltern unnötig Konkurrenz machen zu wollen, gehen die Vorstellungen auch dahin, etablierte Events etwa aus dem Bereich der populären Musik unter dem Dach des Vereins fortzuführen. Was daraus wird, müsse sich erst herausstellen. Für den (Neu-)start strebe die Kulturfabrik nach einem soliden Fundament. Auch was die Vereinsbasis betrifft.

Anregungen sind willkommen


Mit nicht einmal 50 Mitgliedern sei noch Luft nach oben. Eine Senkung des Jahresbeitrags steht im Raum, kann aber nur per Vereinsbeschluss realisiert werden.
Es wartet eine Menge Arbeit auf die Führungsriege. Und die versichert, sie mit großer Freude anzugehen.

Hintergrund
Der neue Vorstand konstituierte sich Ende Ende Juni. Er ist für drei Jahre gewählt.
Ihm gehört bis auf Ulrike Brux kein Mitglied des vorherigen Gremiums um Roland Hornig mehr an.
Die Saison endet im Mai 2017, bis dahin sollen acht Veranstaltungen über die Bühne gehen: zwei Jazz-Konzerte, vier Abende der Klassik-Reihe, jeweils ein Kabarett- und Pop-Gastspiel.
Publikum möchte man auch über die Stadtgrenzen hinaus für das Ibachhaus begeistern.
Ob es den klassischen Programm-Flyer wieder geben wird, ist fraglich.
Die Homepage wird derzeit gründlich überarbeitet. In Kürze gibt es Neuigkeiten auf www.www.kulturfabrik-ibach-haus.de und auch in der WAP.
Über die Homepage kann man auch Programmanregungen loswerden.
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