Neuer Superintendent für Schwelm

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Gut besucht war die Kreissynode in Gevelsberg. (Foto: privat)
 
Andreas Schulte (Mitte) ist neuer Superintendent, Uwe Rahn (li.) wurde zum Assessor bestimmt, und Armin Kunze ist nun Scriba. (Foto: privat)

Die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Schwelm hat auf ihrer letzten Sitzung Pfarrer Andreas Schulte zum Nachfolger von Superintendent Hans Schmitt gewählt, der Ende des Monats in den Ruhestand geht.

André Hagemeier, Vorsitzender des Nominierungsausschusses des Kirchenkreises erläuterte in seiner Einbringung zur Wahl des Superintendenten die Kriterien, die für den Ausschuss bei der Kandidatensuche wichtig gewesen seien. Da das Superintendentenamt im Ev. Kirchenkreis Schwelm ein Nebenamt sei, wären nur Pfarrstelleninhaberinnen und Pfarrstelleninhaber dieses Kirchenkreises infrage gekommen. Zudem hätten u.a. die theologische Ausrichtung, die Frage, wie Kandidaten die Zusammenarbeit im Gestaltungsraum bewerten sowie Leitungsstil und Leitungserfahrung auf Kirchenkreisebene eine Rolle gespielt. Nach Abwägung aller Argumente und nach intensiven Gesprächen mit Pfarrer Andreas Schulte sei der Ausschuss zu dem Ergebnis gelangt, den Altenvoerder Pfarrer als Nachfolger von Pfarrer Hans Schmitt vorzuschlagen.

Schulte nahm die Wahl an

Da aus Reihen der Kreissynode keine weiteren Wahlvorschläge kamen, stellte sich dann Pfarrer Schulte ohne Gegenkandidaten zur Wahl. Von den 53 Wahlberechtigten votierten 52 für Schulte. 1 Mitglied der Synode enthielt sich der Stimme. „Ich bedanke mich für das große Vertrauen und nehme die Wahl an“, freute sich Pfarrer Schulte über die überwältigende Zustimmung und sprach schon einige Planungspunkte für seine Amtszeit an: „Die Strukturen, die wir uns selbst schaffen, dürfen nicht immer komplizierter und unübersichtlicher, sie müssen wieder einfacher werden, sie müssen einfach besser werden. Es ist immer gut, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken und was für den Tellerrand gilt, gilt ganz gewiss für den eigenen Kirchturm.“ Pfarrer Schulte tritt das Amt am 1. Juni an, wenn Superintendent Schmitt in den Ruhestand geht.

Uwe Rahn wird Stellvertreter

Da Pfarrer Schulte bisher Synodalassessor (stellv. Superintendent) war, musste auch eine Nachfolgerin bzw. ein Nachfolger gewählt werden. Der Nominierungsausschuss schlug Pfarrer Uwe Rahn vor. Die Suchkriterien wären ähnlich denen der Superintendentenwahl gewesen, erklärte André Hagemeier in seiner Einbringung. Mit dem Schwelmer Pfarrer habe der Ausschuss einen geeigneten Kandidaten gefunden. Da auch hier keine Gegenvorschläge aus der Versammlung kamen, stellte sich auch Uwe Rahn ohne Gegenkandidaten zur Wahl. 51 Synodale stimmten bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung für Rahn.
Für den bisherigen Scriba (Protokollant) des KSV, Pfarrer Rahn, musste auch noch eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger gewählt werden. Hier schlug der Nominierungsausschuss Pfarrer Armin Kunze von der Evangelischen Kirchengemeinde Voerde in Ennepetal vor. Auch er bekam 51 Stimmen. Zwei Synodale enthielten sich bei der Wahl.
Da Superintendent Schmitt vor Ablauf der regulären Amtszeit ausscheidet, weil er das Pensionsalter erreicht hat, wurden die Wahlen auf dieser Kreissynode fällig. Während der neue Superintendent für acht Jahre gewählt wurde, sind der neue Assessor und der neue Scriba jeweils für den Rest der regulären Amtszeit gewählt worden. Im Jahr 2020 stehen dann die nächsten regulären Wahlen an.
Neben den Wahlen stand der Bericht des scheidenden Superintendenten im Mittelpunkt der Tagung.
Es gäbe auch positive Veränderungen im Kirchenkreis zu verzeichnen: „Von Veränderungen kann ich auch in der Notfallseesorge berichten. Unser Versuch, Ehrenamtliche zur Mitarbeit zu gewinnen, war ein voller Erfolg. Über zwanzig Menschen haben sich gemeldet, sodass jetzt ein Ausbildungskurs im Kirchenkreis läuft.“

Lob und Standing Ovations für Schmitt

Am Ende dankte der neu gewählte Superintendent seinem Vorgänger für sein Engagement im Amt als Superintendent. Schulte lobte dessen kollegiale Zusammenarbeit und den partnerschaftlichen Leitungsstil. Den Dank und die Wünsche unterstützte die Synode mit „Standing Ovations“.
Superintendent Schmitt dankte der Synode für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die Unterstützung, die er im Amt erfahren habe und auch der Gevelsberger Gemeinde für die Gastfreundschaft. Sein Dank galt ebenfalls Pfarrer Ortwin Pfläging, der als Synodalprediger die Synode mit einem Abendmahlsgottesdienst eröffnet hatte.
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