Rathausausstellung zeigt Kunst aus Schwelms Hauptschule: Picasso, Miró und Co.

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(Foto: Privat)
Schwelm: Rathaus | Zu einer besonderen Ausstellung begrüßte Bürgermeisterin Gabriele Grollmann die Gäste im Rathaus in der Hauptstraße. Dort sind in den nächsten drei Monaten im Treppenhaus und in den Fluren Bilder zu sehen, die Schülerinnen und Schüler der nun für immer geschlossenen Gustav-Heinemann-Schule in den zurückliegenden Jahren gemalt haben.
„Alle Bilder werden Ihnen aus gutem Grunde bekannt vorkommen, es handelt sich um Nachgestaltungen von Kunstwerken der Moderne“, so Gabriele Grollmann. Da bis zur Ertüchtigung des Ratssaales die politischen Sitzungen in der Hauptschule stattfanden, habe sie selbst sich häufig an den wundervollen Arbeiten erfreuen dürfen. Andreas Tolksdorf, Leiter des städtischen Fachbereichs Schule, Kultur und Sport, hatte die Bilder-Präsentation initiiert. Dr. Bärbel Jäger aus dem Haus Martfeld hat sie gemeinsam mit Bärbel Brockmann, Pädagogin an der Schwelmer Hauptschule, auf den Weg gebracht. Seit dem Jahr 2001 bot der Bereich Musik, Kunst, Textil den zehnten Jahrgängen die Möglichkeit, im Wahlpflichtfach Kunst, unter Anleitung von Frau Bärbel Brockmann, Werke unterschiedlicher Stilrichtungen der Moderne nachzuarbeiten. Es handelte sich um Kunst, die nach den Weltkriegen als Gegenbewegung zur traditionellen, akademischen Malerei entstanden war. Die Motive, für die sich die Kursteilnehmer/innen nach eigenem Geschmack und Interesse entschieden haben, stammen von Pablo Picasso, Henri Matisse, Franz Marc und weiteren, prominenten Künstlern. Ebenso haben sich die Schülerinnen und Schüler an Arbeiten von Roy Lichtenstein und Keith Haring versucht. Es sind also sehr viele unterschiedliche Stilrichtungen vertreten.
Bevor sie selbst mit Pinsel und (Acryl-)Farbe auf Hartfaser arbeiteten, porträtierten alle Teilnehmer in Kurzreferaten die Maler und den eigenen Bezug zum ausgesuchten Motiv.
Außerdem unternahm Frau Brockmann mit ihren Schülerinnen und Schülern Exkursionen zu den Kunstmuseen im Umland und nahmen an Führungen teil. „Allein oder im Team entstanden dann ausdrucksstarke Bilder von Schülerhand, die Flure, Gemeinschaftsräume, Lehrerzimmer und Atrium schmückten. Die Kursgröße von maximal 14 Schülern erlaubte eine intensive, maltechnische Betreuung, sodass die ausgestellten Werke das erfolgreiche Miteinander aller Beteiligten belegten“, so die Bürgermeisterin.
Der Malprozess während eines Schulhalbjahres erforderte Geduld und Sorgfalt, machte zugänglich für künstlerische 'Arbeit' und stolz auf das gelungene Ergebnis. Auf diese Weise wurde auch das Selbstbewusstsein der 'Malschüler/innen' gestärkt. Bärbel Brockmann erinnerte sich an die Freude in den Malstunden und die reglementierte Ausgabe der teuren Farben, mit denen die Schülerinnen und Schüler sorgsam umzugehen lernten.
Der Bürgermeisterin liegt besonders am Herzen, „mit dieser Ausstellung in den nächsten drei Monaten daran zu erinnern, welch hervorragender Unterricht an unserer wichtigen und verdienstvollen Hauptschule stattgefunden hat“.
Zur Eröffnung der Präsentation waren neben dem ehemaligen Schulleiter Lothar Schwarzer und der Pädagogin Bärbel Brockmann weitere Damen und Herren des einstigen Schwelmer Kollegiums erschienen. Auch Michael Treimer, der frühere Rektor, hatte es sich nicht nehmen lassen, zusammen mit seiner Frau Erika an der Vernissage teilzunehmen. Übrigens waren auch zwei frühere Schülerinnen (heute studierte junge Frauen) dabei, die ihre Kunstwerke von einst mit Freude wieder sahen. Es würde Gabriele Grollmann sehr freuen, wenn möglichst viele einstige Schülerinnen und Schüler das Rathaus aufsuchen und dort ein Wiedersehen mit ihren bezaubernden Bildern feiern würden.
Die farbenprächtigen Werke werden bis weit in den September hinein zu sehen sein und können, bei Interesse, auch erworben werden. Die Öffnungszeiten des Rathauses sind Montags 8 bis 17 Uhr, Dienstags und Mittwochs 8 bis 15.30 Uhr, Donnerstags 8 bis 16 Uhr und Freitags 8 bis 12 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos.
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