Tag des Denkmals an der Christuskirche

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Wolfgang Beuthel (links) hält seit vielen Jahren zusammen mit seinem engagierten Team die alte Tradition des Beierns lebendig. (Foto: Harald Bertermann)
 
Zum Mittag gab es Pizzasuppe. (Foto: Svenja Kruse)
Schwelm: Christuskirche | Damals im Jahre 1993 beteiligten sich zum ersten bundesweiten Tag des offenen Denkmals 1.200 Kommunen, öffneten die Pforten von 3.500 Denkmalen und zogen rund zwei Millionen Besucher in die historischen Gebäude. Mittlerweile hat sich die Besucherzahl ebenso wie die der denkmalgeschützten Parks, Bauten und archäologischen Stätten, verdoppelt. Auch die Kreisstadt beteiligte sich an der Aktion der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und hatte zum Tag der offenen Tür in die Christuskirche eingeladen. Ein abwechslungsreiches Programm erwartete Klein und Groß an diesem sonnigen Wochenende. Los ging es mit dem großen Familiengottesdienst unter der Leitung von Pfarrer Schumacher. Die musikalische Begleitung der Messe hatten sich die Kantorei sowie der Posaunenchor geteilt, die mit ihren beeindruckenden Klängen die Kirche erfüllten. Ein weiterer Höhepunkt an diesem Tage stellte die von Christian Fasel überreichte Spende zu Gunsten der Christuskirche dar: Seit dem historischen Stadtrundgang im August bis zum Feuerwerk des Heimatfestes hat der Schwelmer Ehrennachtwächter für den guten Zweck gesammelt, zu jeder Gelegenheit die kleine Spendenbüchse herumgereicht, ganz nach dem Motto „schmeißt euer Kleingeld hinein, das ist morgen sowieso wieder da“. - Recht hat er, 3.000 Euro sind am Ende zusammengekommen. Eine stolze Summe, die mit Blick auf die zu deckenden Kosten der Kirchturmsanierung dringend benötigt werden. Im Rahmen des Gottesdienstes ließ Fasel es sich nicht nehmen, ein großes Dankeschön an alle Spender zu richten, die Nachbarschaften, die DACHO, den Freunden des Heimatfestes und der Christuskirche sowie Rüdiger Raidt und Ehepaar Lusebrink vom Autohaus Tepass und Seitz. Einen persönlichen Dank drückte Pfarrer Schumacher stellvertretend für die Kirchengemeinde aus und überreichte Fasel das „Schwelmer Kirchbräu“, das exklusiv zu Gunsten der Türme gebraut wurde, mit dem neuen Kalender der Christuskirche für 2017.
Im Anschluss daran wartete auf die Gäste ein leckeres Mittagessen mit Pizzasuppe. „Insgesamt haben wir 150 Portionen gekocht, 50 davon vegetarisch“, so Brigitte Wiesner. Und auch das Kuchenbuffet ist so reichhaltig bestückt wie nie zuvor. Mehr als 15 Kuchen und Torten ließen kaum einen Wunsch offen. „Wir freuen uns sehr über das Engagement der Gemeinde“, so Wiesner, „die jeden Monat Kuchen spenden oder aber einfach unsere Gäste sind.“
Eine alte Tradition ließ die Gemeinde zum Tag des offenen Denkmals mit dem „Beiern“ wieder aufleben. Der Schwelmer Beiermann Wolfgang Beuthel und sein Team erzeugten bestimmte Rhythmen und Melodien, indem sie die Glocken der Christuskirche von Hand anschlugen, wie es sonst nur vor hohen kirchlichen Feiertagen der Fall ist.
Gegen halb zwei startete schließlich die Kinder-Kirchführung unter der Leitung von Susanne Schumacher und den Viertklässlern der GGS Engelbert.
Im Rahmen des Religionsunterrichtes haben die Schüler „vor den Sommerferien angefangen, die Kirche auf eigene Faust zu erkunden“, erinnert sich Schumacher. Nach für nach habe sich das Projekt entwickelt, dessen Abschluss nun die kindgerechte Führung darstellt. „Wir beginnen am Eingang“, erläutert Grünschläger-Brenneke den Ablauf, wo etwas über die Geschichte unserer Kirche erzählt wird.“ Anschließend ziehen die Jungen und Mädchen im Kerzenschein weiter zum Altarbereich, wo Leon seine eigens geschriebene Predigt vorträgt, die Kinder etwas über die Bedeutung des Altars sowie den Ablauf einer Taufe erfuhren. Etienne hatte sich vorgenommen, die Kirchenmusik und Gesangsbücher vorzustellen und selbst ein kleines Stück auf dem Flügel zu spielen, ehe der Rundgang nach dem Blick auf die Rosette, ein der Mediationsecke zu Ende ging.
Zur selben Zeit informierten der Kunsthistoriker Schmalstieg und Architekt Wissmann im Innern des Gemeindehauses über die bisherigen Erkenntnisse mit Blick auf die Kirchturmsanierung und die weitere Vorgehensweise in den nächsten Monaten. Zunächst stehe ein neues Konzept im Blick, „dass die Bewegungen der Türme auffangen soll“, so Pfarrer Schumacher.
Das Solokabarett mit Martin Funda rundete den bundesweit veranstalteten Aktionstag in der Kreisstadt gelungen ab. Viel Musik, lustige Gags – genau die richtige Mischung für jedermann.

Text von Svenja Kruse
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