Ein Schwelmer Weltmeister - Der Schwelmer Uwe Jöns war wieder bei der Schneeballschlacht auf Schalke erfolgreich

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Von links: Uwe Assmann, Holger Schultheis, Uwe Jöns.Foto: Privat
von Janina aus dem Siepen

Weltmeisterschaften werden ja heutzutage in vielen Sportarten ausgetragen. Doch neben den allseits bekannten Fußball- und Handball-WMs gibt es auch immer wieder Nischen, in denen sich die vielfältigsten und skurrilsten Sportarten miteinander messen.

Wer kennt nicht die beliebte Wok-WM, die seinerzeit von TV-Legende Stefan Raab ins Leben gerufen wurde? Hierbei fahren die Teilnehmer in aufgemotzten Woks anstatt Bobs eine Bobbahn hinunter. Was als Spaß angefangen hat, hat sich in den letzten Jahren längst etabliert.
Ähnlich allerdings ohne eine vergleichbar große mediale Aufmerksamkeit, verhält es sich mit der Schneeballschlacht-Weltmeisterschaft, die bereits seit 2008 von Mannschaften aus der ganzen Welt ausgetragen wird. In den ersten drei Jahren fand diese im sauerländischen Winterberg statt, bevor eine Pause von vier Jahren eingelegt wurde. Seit 2014 treten die Manschaften nun im Rahmen des Biathlon auf Schalke in und um die Veltins-Arena an. Seit Anfang an dabei ist auch der Schwelmer Uwe Jöns, der gemeinsam mit seinem Team „Hau do jus“ im vergangenen Dezember zum zweiten Mal die begehrte Siegtrophäe mit nach Hause nehmen durfte.
„Es macht jedes Jahr wirklich riesig viel Spaß, ist aber mitunter auch sehr anstrengend“, berichtet Jöns. „24 Teams, dieses Mal nur aus dem ganzen Bundesgebiet, sind gegeneinander angetreten und haben alles rausgehauen, was geht. Am Ende haben wir dann in einem spannenden Finale mit 72:70 gegen die ‚Schneeballbirnen04‘ gewonnen.“
Der Turnierverlauf ist schnell erklärt: Die Teams bestehen jeweils aus drei Spielern. Diese wurden 2015 in sechs Gruppen á vier Mannschaften unterteilt. Die Gruppensieger und die besten zwei Zweitplatzierten kommen in die K.O.-Runde. Die Vorrunde fand im Schalker Winterdorf vor der Arena statt, die Finalrunden dann im Stadion selbst.
„In einem abgesteckten Bereich stehen sich die Teams gegenüber und werfen selbstgeformte Schneebälle zweimal drei Minuten lang auf die gegnerische Mannschaft“, erklärt Jöns. „In der Halbzeit gibt es einen Seitenwechsel und eine kurze Verschnaufpause. Punktrichter zählen für jede Mannschaft einzeln, wie viele Treffer gelandet werden konnten.“ Am Ende hieß der Sieger dann wie im Vorjahr „Hau do jus“, bestehend aus Uwe Jöns sowie seinen Mannschaftskollegen Uwe Assmann aus Remscheid und Holger Schultheis aus Wuppertal.
„Man stellt sich das als großen Spaß vor, man muss aber auch mit ein bisschen Ernst an die Sache gehen, wenn man weiterkommen möchte“, weiß Uwe Jöns. „Und zweimal drei Minuten können wirklich sehr lang werden, wenn man alles gibt und sich richtig auspowert.“ Ein spezielles Trainingslager durchlaufen Jöns und seine Teamkollegen übrigens nicht, allgemeine Fitness ist ihnen wichtiger.
„Eine andere Mannschaft hat sich mit Wurfspielen im Ikea-Kinderparadies vorbereitet, für uns ist das aber nichts.“ Als Titelverteidiger ist „Hau do jus“ auch in diesem Dezember wieder mit von der Partie. „Mal sehen, ob wir dann auch wieder punkten können.“
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