Notfall war "nur" Übung für die Schwelmer Feuerwehr

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Die Einsatzfahrzeuge auf der Beyenburger Str. (Foto: Feuerwehr Schwelm)
Schwelm: Beyenburger Straße |

Am Freitagabend (18. August) wurden die Löschzüge Stadt und Winterberg sowie die hauptamtlichen Einsatzkräfte um 19.41 Uhr von der Kreisleitstelle über Meldeempfänger mit dem Stichwort "Verkehrsunfall, eingeklemmte Person, PKW brennt" zur Beyenburger Str. alarmiert.

Vor Ort war in einem Waldstück hinter der Gaststätte Kämper ein PKW von der Fahrbahn abgekommen, hatte sich mehrfach überschlagen und war mitten im Wald zum Stehen gekommen. In Folge des Unfalls hatte der PKW im Motorraum Feuer gefangen und dieses hatte auf die Böschung übergegriffen.
Bei dem Szenario handelte es sich um eine Übungslage, die Markus Kosch, der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, mit einem kleinen Vorbereitungsteam im Bereich der zurzeit für den Durchgangsverkehr gesperrten Beyenburger Str. inszeniert hatte. In dem Übungs-PKW befanden sich 2 schwerverletzte eingeklemmte Personen, eine weitere Person lag etwas entfernt im Waldbereich und der PKW brannte beim Eintreffen der ersten Kräfte auch real im Bereich des Motorraums.

So realistisch wie möglich

Hier wurden Metallmulden mit brennendem Holz und Nebelmaschinen als Rauchquellen eingesetzt, um gefahrlos eine realistische Übungslage zu erzeugen. Die verletzten Personen wurden durch Übungspuppen dargestellt.
Nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte gingen zuerst zwei Angriffstrupps unter schwerem Atemschutz mit einem Schnellangriff und einem C-Rohr vor, um den Entstehungsbrand am PKW sowie den Böschungsbrand zu löschen und später mit Hilfe der Rohre den Brandschutz sicherzustellen. Parallel wurden die verletzten Personen versorgt und eine Person aus dem Waldstück gerettet und an den Rettungsdienst übergeben. Im Anschluss wurde die Einsatzstelle vom Einsatzleiter in mehrere Abschnitte aufgeteilt und die eingeklemmten Personen mit Hilfe von hydraulischem Rettungsgerät aus dem beschädigten Fahrzeug befreit. Parallel dazu wurde die Einsatzstelle abgesichert und ausgeleuchtet sowie ein Landeplatz für einen Rettungshubschrauber eingerichtet. Nach der Übung wurde das Unfallfahrzeug mit Hilfe der Zugeinrichtung des Rüstwagens aus dem Waldstück geborgen und alle Spuren der Feuerwehrübung beseitigt.

Positive Rückmeldung für die Einsatzkräfte

Vor Ort besprachen Matthias Jansen (Leiter der Feuerwehr) und Markus Kosch die Übung mit ihren Einsatzkräften und das gewählte Vorgehen. Beide waren mit dem Verlauf der Übung und der strukturierten Abarbeitung der Einsatzaufgaben sowie dem Engagement ihrer Kräfte sehr zufrieden und hoch erfreut über die große Teilnahme trotz der Sommerferien. Insgesamt waren 41 Einsatzkräfte mit 8 Fahrzeugen eingesetzt. Während der Übung wurde darüber hinaus der Grundschutz für das Stadtgebiet sichergestellt. Die Einsatzübung war gegen 22.45 Uhr beendet. Die Einsatzfahrzeuge auf der Beyenburger Str.
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