Gute Stimmung herrschte anfangs in der Halle West.
Die meisten Nachbarschaften machten ihrem Unmut lautstark Luft: Es hagelte Buh-Rufe, nachdem bekannt gegeben wurde, dass die Nachbarschaft Gesellschaft Oberstadt zum vierten Mal hintereinander die Gesamtwertung des Heimatfestzuges gewonnen hatte. Dacho-Chefin Christiane Sartor ließ sich zu der Bemerkung hinreißen, dass sie die Enttäuschung der anderen Nachbarschaften verstehen könne. Aber das neue Wertungssystem hätte noch nicht gegriffen. Diese Äußerung ging aber offenbar in der aufgeheizten Atmosphäre unter und tröstete die anderen Nachbarschaften kaum, sie hatten die Wertungen völlig anders vorausgesehen. Grund zum Jubel hatten neben den Obrstädtern dennoch auch andere Nachbarschaften: Die beste Gruppe kam mit den "Clone-Kriegern" von der Nachbarschaft Oehde. Den besten Einzeldarsteller stellte die Nachbarschaft "Zur alten Post" mit Ferri und seinem Beitrag "Bauer sucht...". Der schönste heimatkundliche Beitrag wurde von der Nachbarschaft Gesellschaft Oberstadt (Hauptstraße 116) präsentiert. Und die Wertung für den besten Wagen gewann die Nachbarschaft Brunnen mit "Ta Tü Ta Ta". Die Platzierung: 1. Gesellschaft Oberstadt (2132 Punkte) 2. Königreich Möllenkotten (2106) 3. Winterberg (2093) 4. Brunnen (2091) 5. Linderhausen (2090) 6. Oehde (2030) 7. Zum Parlament (2020) 8. Ossenkamp (2013) 9. Aechte de Muer (1971) 10. Fronhof (1967) 11. Zur alten Post (1950) 12. Heimatfreunde Loh (1943) 13. Zum roten Wasser (1891)
Ist diese Wertung gerecht? Oder hätten Se die Beiträge völlig anders bewertet? Ich bin gespannt auf Ihre Meinung.
Für stimmungsvolle Fotos von der Siegerehrung sorgte Frank Schneidersmann
Sehr geehrte Frau Kruse, Sie schreiben:
"Der schönste heimatkundliche Beitrag wurde von der Nachbarschaft Winterberg präsentiert." Das ist nicht richtig.
Hier die richtige Reihenfolge:
1. Preis Heimatkundliche Darstellung: Nachbarschaft Gesellschaft Oberstadt mit 774 Punkten.
2. Preis Heimatkundliche Darstellung: Nachbarschaft Linderhausen mit 745 Punkten.
3. Preis Heimatkundliche Darstellung: Königreich Möllenkotten 723 Punkten.
Walter Betz, Pressewart der
Nachbarschaft Gesellschaft Oberstadt
Das neue Wertungssystem gilt jetzt schon einige Jahre, es ist so neu nicht und gilt für alle Nachbarschaften ohne Ausnahme. Die Richtlinien sind allen Nachbarschaften bekannt. Ich sehe darin keine Bevorzugung irgend einer Nachbarschaft und hoffe sehr, dass alle Obernachbarn mit Verstand und kühlem Kopf darauf hinwirken, dass in fairer Diskussion ohne Verunglimpfung der Preisträger über eventuell notwendige Änderungen diskutiert wird.
Ich fand den Umzug in diesem Jahr im Gesamten sehr gelungen und alle Nachbarschaften haben wieder sehr viel Arbeit und Liebe in den Aufbau und die Präsentation gesteckt. Ich persönlich hätte keinen Sieger ausmachen können, zu viele tolle Beiträge waren dabei. MIch würde mal das Berwertungssystem interessieren? Ist das irgendwo einzusehen?
Den heimatkundlichen Beitrag der Oberstädter fand ich allerdings schon herausragend, da wurde mit so viel Genauigkeit und Liebe zum Detail gearbeitet - ohne jetzt die Arbeit der Anderen in dieser Kategorie schmälern zu wollen - das war schon mega klasse!
vielen Dank für die positive Kritik unserer Oberstädter Heimatkunde. Ich persönlich habe (wie in jedem Jahr...) auch keinen Gesamtsieger ausmachen können, denn wenn man selbst mit einem Beitrag im Zug involviert ist, sieht man leider nur wenig von den anderen Beiträgen und in jedem Fall zu wenig um sich ein Urteil über die Mitstreiter machen zu können.
Aber schon bei der Aufstellung habe ich sehen können, dass die Besucher in diesem Jahr offensichtlich einen durchweg schönen, bunten Zug mit einer Vielzahl toller Beiträge erleben durften. Hierauf kommt es an! Das alleine macht mich als aktiven Schwelmer Nachbarn stolz, zufrieden und glücklich.
Und seien wir ehrlich: Einen Sieger auszumachen ist ja (gottseidank) auch nicht unsere Aufgabe, sondern die der Juroren am Strassenrand, die bei der Masse an tollen Beiträgen sicherlich keinen leichten Job haben. Am Ende steht dann ein Gewinner fest und weitere Diskussionen sind, dies' finde ich zumindest, hinfällig - es bleibt am Ende doch nur sich sportlich mit dem Gewinner zu freuen oder es eben einfach bleiben zu lassen!
Die von Frau Kruse beschriebenen Pfiffe und Buh-Rufe hingegen sind ein Thema für sich! Sie nehmen den Gewinnern die Freude, sie zeigen das Gegenteil eines harmonischen Nachbarschaftsleben in unserer Stadt und dies bedauere ich für unser gemeinsames SCHWELMER Nachbarschaftsleben sehr! Unmut, Ärger, Enttäuschung oder Verdruss über eine vermeintlich zu schlechte Plazierung beim Zug ist für mich nachzuvollziehen - auch ich habe dieses Gefühl schon oft erlebt. Die Art und Weise wie in diesem Jahr dieses Gefühl von einigen Nachbarschaften geäussert wurde macht mich einfach nur traurig...
Zu Deiner Frage: Die Richtlinien sind beispielsweise hier zu sehen:
Ich fand die lautstarken Reaktionen der anderen Nachbarschaften auch nicht schön, aber im ersten Augenblick verständlich. Ist vielleich so etwas wie der "Bayern-München-Effekt". Auch am Dacho-Stand wurde noch heftig diskutiert. Ganz ehrlich hätte ich auch die Punkte enger beisammen gesehen. Aber ich denke, jetzt haben sich die Wogen wieder gelegt. Schließlich gilt doch für alle gleichermaßen: Use Hiärte schlött vö Schwelm" und das haben die 13 Nachbarschaften eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
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