Orden für Schwelmer Wilhelm Erfurt

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Wilhelm Erfurt erhielt den Orden aus den Händen von NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. (Foto: Land NRW/R. Sondermann)

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat 26 Bürgerinnen und Bürger mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Im Rahmen einer Feierstunde im Museum Kunstpalast in Düsseldorf vergab die Ministerpräsidentin diese herausragende Auszeichnung des Landes Nordrhein-Westfalen und würdigte den Einsatz und die Leistungen aller Ordensträgerinnen und Ordensträger.

„Wir ehren heute Menschen, die sich in den unterschiedlichsten Bereichen engagieren, sich für andere Menschen und das Gemeinwohl einsetzen. Ihre außergewöhnlichen Leistungen, oft über Jahrzehnte hinweg, haben unser Land bereichert“, sagte die Ministerpräsidentin. Unter den Preisträgern war auch Schwelms Ehrenbürger Wilhelm Erfurt.
An die Ausgezeichneten gewandt sagte Hannelore Kraft weiter: „Sie sind Menschen, die für Werte einstehen, die nicht von oben verordnet werden können, sondern im Alltag gelebt werden müssen: soziale Gerechtigkeit, Solidarität, Toleranz, Zivilcourage und Respekt. Sie leben diese Werte. Dafür danke ich Ihnen.“

Anerkennung für außerordentliche Verdienste

Der Verdienstorden des Landes ist im März 1986 aus Anlass des 40. Geburtstages des Landes Nordrhein-Westfalen gestiftet worden. Er wird an Bürgerinnen und Bürger als Anerkennung ihrer außerordent­lichen Verdienste für die Allgemeinheit verliehen. Die Zahl der Landesorden ist auf 2.500 begrenzt. In den Jahren seines Bestehens sind bisher knapp 1.500 Frauen und Männer mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden.

Schwelmer Wilhelm Erfurt erhält den Orden

An Wilhelm Erfurt gerichtet, sagte die Ministerpräsidentin: „Achtung verdient, wer erfüllt, was er vermag“, so der griechische Dichter Sophokles. Vor Wilhelm Erfurt habe ich die allergrößte Achtung. Lieber Herr Erfurt, Sie haben über vier Jahrzehnte ein großes auf Tapetenherstellung spezialisiertes Familienunternehmen geleitet. Manche Gäste hier ahnen vielleicht gar nicht, dass sie von Wilhelm Erfurt im wahrsten Sinne umgeben sind, sofern sie die weltweit bekannte Erfurt-Raufaser-Tapete an der Wand haben. Als Unternehmer haben Sie sich großzügig für Kultur, Umweltschutz und Soziales in Ihrer Heimatstadt Schwelm eingesetzt. Anfang der 1990er Jahre haben Sie z. B. der „AG Umweltschutz Schwelm“ ein ca. 5,5 ha großes Grundstück geschenkt, auf dem seither ein Biotop mit Vogelschutzhecken, Feldgehölzen und einer großen Streuobstwiese entstanden ist.

Wilhelm-Erfurt-Stiftung unterstützt unzählige Projekte

Unmittelbar nach Ihrem Rückzug aus dem Unternehmen im Jahr 1998 gründeten Sie die „Wilhelm-Erfurt-Stiftung für Kultur und Umwelt“. Von den über 160 geförderten Projekten erwähne ich beispielhaft das Haus Martfeld mit dem Heimatmuseum, dem Stadtarchiv und der Historischen Bibliothek. Auch das Projekt ‚Fahrbare Umweltschule‘ wird mit Hilfe der Stiftung realisiert und eine umfangreiche Ausstattung für den Unterricht vor Ort finanziert.
Als langjähriger Leiter des Hegerings Schwelm setzt sich Wilhelm Erfurt für Naturschutzprojekte und eine moderne Öffentlichkeitsarbeit ein. Wilhelm Erfurt ist in vielen Bereichen für seine Mitmenschen aktiv: So fördert er auch seit Jahren therapeutischen Malunterricht für die Bewohner eines Altenheims. Und er half dabei, einen Wohncontainer für Flüchtlinge im Rahmen des Projektes „Flüchtlingsdorf Ruhrgebiet“ zu finanzieren.
Lieber Wilhelm Erfurt, Sie wirken am liebsten im Stillen und machen nicht viel Aufhebens um Ihr großartiges Engagement. Doch heute hole ich Sie in die erste Reihe und überreiche Ihnen sehr gerne den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen.
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