Stadtverwaltung verabschiedet Fachbereichsleiter Peter Eibert

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Peter Eibert wurde von vielen Kollegen und Weggefährten herzlich verabschiedet. Bürgermeisterin Gabriele Grollmann, Beigeordneter Ralf Schweinsberg und Fachbereichsleiter Andreas Tolksdorf überreichten Geschenke der Kollegen. (Foto: Stadt)
Schwelm: Stadtverwaltung | Die Schwelmer Stadtverwaltung verabschiedete Peter Eibert in den Ruhestand. Sie sagt damit nicht nur dem Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales Adieu, sondern auch einem geschätzten Kollegen.

Peter Eibert erinnert sich: „Ich musste nur zwei Bewerbungen schreiben, um eine Ausbildungsstelle zu bekommen“. Es herrschte damals Personalmangel, und so übernahm der junge Beamte bereits zum Ende seiner Ausbildung für den gehobenen Dienst eine Sachbearbeiter-Stelle – übrigens im Sozialamt, das, so scherzt er heute, „mein Schicksal“ wurde.

Vielseitiges Engagement für die Gerechtigkeit

„Ich war zu jung für die 68er-Bewegung, aber wir spürten damals mit Dankbarkeit, dass diese Jahre der Gesellschaft eine neue Freiheit gegeben hatten“, resümiert er, den schon früh das Thema „Gerechtigkeit“ berührte, so dass er sich in der Gewerkschaft und als Jugendvertreter im Personalrat der Stadt Mülheim engagierte.
1981 beschloss Peter Eibert, seinem Leben eine Wendung zu geben. Vor dem 30. Lebensjahr wollte er noch einmal etwas anderes machen, und so gründete er eine Kabarettgruppe, die mit rund 100 Auftritten im Jahr sehr gut gebucht wurde.
Als sein langjähriger Bühnenpartner aufhörte, entschloss sich Peter Eibert, der zwischenzeitlich an der Uni Duisburg Sozialwissenschaften studiert hatte, mit 38 Jahren, wieder für einen Beruf in der klassischen Form. Er dachte zunächst nicht an die Rückkehr zu einer Stadtverwaltung, doch als er 1989 in der Zeitung las, dass die Stadt Schwelm einen Mitarbeiter im Sozialamt suchte, bewarb er sich – und wurde umgehend genommen.

Zuständig für zahlreiche Asylbewerber damals und heute

Unter dem damaligen Dezernenten Winfried Janzen und dem Sozialamtsleiter Schröder übernahm „der Neue“ eine Stelle, die mit Asylbewerbern zu tun hatte. Schon damals waren viele Bürgerkriegsflüchtlinge auch nach Deutschland gekommen; außerdem ließen sich zahlreiche Russlanddeutsche in Deutschland nieder.
Peter Eibert war für die Leistungszahlungen an die Asylbewerber zuständig und für die Unterbringung der Menschen. Er wurde stellvertretender Sozialamtsleiter und später auch stellv. Fachbereichsleiter. Einige Jahre später wuchs sein Fachbereich vorübergehend noch um die Bereiche Schule und Sport, und er übernahm die Leitung.
Zum Ende des Berufsweges von Peter Eibert steht, wie zu seinen Anfängen, die Unterbringung und Versorgung von Asylbewerbern. „Heute ist die Situation anders, auch besser. Es gibt diese hervorragenden ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürger, die vielfach helfen durch Betreuung und eine Willkommensinitiative mit einem Warenhaus für Flüchtlinge. Das beseitigt nicht jede Not, aber es ist professioneller als 1989/90“.
Seine Kolleginnen und Kollegen in der Stadtverwaltung schätzen Peter Eibert als unverbogene Persönlichkeit. Sie wünschen ihm viel Glück und Freude für sein Leben.
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