EN-Kreis zeichnet Firmen mit dem Prädikat "familienfreundlich" aus

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Für das Prädikat müssen sich interessierte Firmen bewerben.

Angebote, die es möglich machen, Beruf und Familie zu vereinbaren, sind für Unternehmen im Wettbewerb um Mitarbeiter und Nachwuchskräfte längst ein klarer Pluspunkt. Vor diesem Hintergrund vergibt das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Märkische Region seit 2014 das Prädikat „Familienfreundliches Unternehmen“. Angesprochen werden dabei auch Firmen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis. Aktuell wirft die Vergabe 2017 ihre Schatten voraus. 

„Wer bei uns beschäftigt ist, der kann nicht nur engagiert seiner Arbeit nachgehen. Sie oder er hat beste Chancen, dies mit dem Betreuen seiner Kinder oder der Pflege von Angehörigen unter einen Hut bringen zu können“ - diese Botschaft ist mit dem Prädikat verbunden. 
Schwarz auf Weiß haben das aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis momentan sieben Unternehmen. Dies sind Bezirks-Schornsteinfeger Michael Kroll (Ennepetal), die Evangelische Stiftung Loher Nocken (Ennepetal), die F. Hesterburg & Söhne GmbH (Ennepetal), die Hattinger Wohnstättengenossenschaft eG, die Henning GmbH (Schwelm), die Otto Vollmann GmbH (Gevelsberg) und die Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld.

Viele Möglichkeiten für Mütter und Väter

Sie alle haben sehr gute Beispiele dafür geliefert, dass Familienfreundlichkeit mehr ist als flexible Arbeitszeitmodelle oder Unterstützung bei der Kinderbetreuung. Im Angebot haben die Prädikatsträger beispielsweise auch Home Office-Lösungen und eine Vielzahl zusätzlicher Leistungen wie Begrüßungsgeld zur Geburt und spezielle Beratungsangebote. Zudem werden Mütter und Väter während der Elternzeit systematisch eingebunden und bleiben so über die betrieblichen Entwicklungen auf dem Laufenden. Der schrittweise Wiedereinstieg nach Elternzeit oder Angehörigenpflege ist in fast allen Fällen möglich.
In den letzten Jahren haben die Initiatoren, zu denen auch die Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr zählt, im Rahmen der Prädikatsvergabe zwei wichtige Erkenntnisse gesammelt. Zum einen reichen häufig bereits einfache Vereinbarungen und Veränderungen, um Beschäftigte zu entlasten und zu unterstützen. „Zum anderen“, so Bettina Schneider vom Kompetenzzentrum Frau & Beruf, „spielt Familienfreundlichkeit auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen der verarbeitenden Industrie und im Handwerk eine immer stärkere Rolle.“ 

Bewerbung und Zertifizierung für das Prädikat

Um das Prädikat müssen sich Interessierte bewerben. Der anschließende Zertifizierungsprozess besteht aus fünf Schritten. „So begutachten wir, was an familienfreundlichen Dingen bereits umgesetzt wird und wir besprechen, welche Ideen in den nächsten Jahren noch umgesetzt werden könnten“, erläutert Schneider. Selbstverständlich würden dabei Branche, Größe und Struktur des Unternehmens berücksichtigt. Ziel seien möglichst individuelle Lösungen. „In drei moderierten Workshops bieten wir außerdem die Gelegenheit, sich mit anderen Unternehmen der Region auszutauschen, voneinander zu lernen und zu vernetzen“, wirbt Schneider. 
Informationen zu Verfahren und Konditionen findet sich unter www.agenturmark.de oder www.competentia.nrw.de/Maerkische_Region. Als Ansprechpartnerin für eine persönliche Beratung steht Bettina Schneider zur Verfügung, Tel. 02331/48878 40, E.Mail: Competentia.schneider@agenturmark.de.
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