Baskets verpassen Derby-Sieg zum Jahresabschluss

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„So eine unglückliche Niederlage ist schade. Wir hätten das Derby gerne für unsere Fans gewonnen und ihnen einen versöhnlichen Jahresabschluss beschert“, sagt Schwelms Coach Raphael Wilder. Am Abend des Vortages (21. Dezember 2013) unterlag seine Truppe auswärts mit 77:80 bei den Hertener Löwen. Top-Scorer der Kreisstädter wurde US-Boy David Hicks, der trotz eines Blutergusses auf der Knochenhaut im Wurfarm 26 Punkte einnetzte. Für diese Leistung zollt ihm sicherlich nicht nur sein Trainer großen Respekt: „David hat trotz starker Schmerzen wahnsinnig gut gespielt.“

Die Partie verlief von der ersten bis zur letzen Minute relativ offen. Nach dem ersten Viertel hatten die Gastgeber die Nase vorn (17:19 aus Baskets-Sicht), zur Halbzeit konnte sich die Mannschaft um Kapitän Sebastian Schröter auf sechs Punkte absetzen (40:34). Den dritten Abschnitt begannen die Kreisstädter mit einem erfolgreich versenkten Dreier zur kurzzeitigen Neun-Punkte-Führung. Doch anschließend erlebten die rund 100 mitgereisten Schlachtenbummler einen Bruch im Spiel, minutenlang scorten zunächst nur die Löwen, dann ausschließlich Wilders Truppe. Der Coach erklärt: „Das Spiel ging quasi in Serien hin und her.“ Mit 22:13 gewannen am Ende trotzdem die Hausherren, die mit 56:53 führten.

Als die Kreisstädter nach 33 Spielminuten 63:57 zurücklagen, stelle Wilder auf Zone um. Mit Erfolg: Lediglich 120 Sekunden später hatte seine Mannschaft den Rückstand in eine 66:63-Führung verwandelt. Fortan plätscherte das Spiel vor sich hin – keines der beiden Teams konnte sich mehr als zwei Zähler absetzen. 20 Sekunden vor der Schlusssirene, es stand 78:77 für die Gastgeber, verloren die Baskets den Ball, mussten foulen um die Uhr anzuhalten, konnten den Rebound nach zwei verschossenen Freiwürfen jedoch nicht erobern und mussten zusehen, wie Hertens Blake Poole ein Tip In zum 80:77-Endstand versenkte.

„Wir hatten eine realistische Siegeschance und sind selbst Schuld an dieser Niederlage. Wir leisten uns viel zu viele Ballverluste (20:8), ansonsten sind unsere Quoten genauso gut wie die des Gegners. Meine Spieler machen zu viele Individualfehler, die sie dringend abstellen müssen. Sie sind unachtsam, unkonzentriert und treffen schlechte Entscheidungen. Dieses Problem zieht sich wie ein roter Faden durch die bisherige Saison, wir konnten die Fehler bislang aber durch unsere Offensivkraft wett machen. Seit Tonys und Dominiks Ausfall haben wir unsere Power im Angriff verloren, machen im Schnitt 18 Punkte weniger pro Spiel. Wir haben nur noch wenige Punkte unter dem Korb und uns fehlen die Assists“, analysiert Coach Wilder.

Gleichzeitig betont er: „Die Einstellung meiner Mannschaft ist gut. Die Spieler arbeiten hart, hängen sich noch mehr rein. Seit Wochen werden wir von Rückschlägen gebeutelt, kein Team in der ProB kann den Ausfall des besten Centers und des besten deutschen Spielers so einfach wegstecken. Insofern kommt uns die Weihnachtspause gerade recht. Die Jungs müssen den Kopf frei kriegen.“

Für die Schwelmer Baskets reisten in die Höhle des Löwen:
Hicks (26/1), Schröter (17/2), Hogg (14/1), Engel (7), Agyapong (4), Fiorentino (4), Kramer (3), Robinson (2), Haake, Mengering (dnp)

Der Kampf um den ersten Sprungball im neuen Jahr steigt am Samstag, 11. Januar 2014. Um 19.30 Uhr sind die Astrostars Bochum zu Gast in der Sporthalle West. Baskets-Präsident Michael Kersthold wünscht sich ein volles Haus zum Jahresauftakt: „Ich hoffe, dass die Fans die aufopfernde Leistung und den Kampfgeist der Mannschaft honorieren. Sie haben ihnen Erfolgsserien beschert und waren bis vor zwei Wochen eines der Top-Teams der Liga. Die Mannschaft braucht jetzt die Unterstützung der Fans mehr denn je.“
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