Baskets wollen Tabellenführung in Stahnsdorf behaupten

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Mehr als 500 Kilometer trennen die Sporthalle West von der Berlin Brandenburg International School in Kleinmachnow. Dort stehen die Schwelmer Baskets am Sonntagabend, 10. November 2013, dem Team des RSV Eintracht Stahnsdorf gegenüber. Sprungball ist um 17.30 Uhr. „Vor uns liegt die längste Reise der Saison“, sagt Schwelms Trainer Raphael Wilder. „Es ist immer schwer, nach einer so langen Fahrt zu spielen.“

Doch nicht nur das: Schließlich treffen die Kreisstädter auf eine Mannschaft, die in der zurückliegenden Saison in den Play-Downs gegen den Abstieg gespielt hat und jetzt zum engsten Verfolger-Kreis des Spitzenreiter-Duos Schwelm/Wedel gehört. Nach vier Erfolgen in Serie – die Truppe um Trainer Peter Günschel besiegte die beiden Aufsteiger Stade und Bochum, Baskets-Bezwinger Hannover und die bislang noch sieglosen Korbjäger aus Wolfenbüttel – kassierten die Brandenburger an den beiden zurückliegenden Spieltagen zunächst eine 59:74-Heimklatsche gegen die Baskets aus Braunschweig und zuletzt eine 92:75-Auswärtsniederlage in Recklinghausen. Coach Wilder sagt: „Das letzte Spiel ist auf keinen Fall ein Maßstab. Stahnsdorf musste ohne die verletzten Center Michael Haucke und Leon Bahner sowie Aufbauspieler Daniel Mixich antreten. Auch Ctirad Klimanek war in Recklinghausen nicht mit dabei, es fehlten also vier der elf Spieler.“

Bester Werfer im 22,2 Jahre alten Kader der Stahnsdorfer ist US-Shooting Guard Richard Thomas. Der 26-Jährige erzielt im Schnitt fast 20 Punkte pro Partie und sichert sich unter dem Korb beinahe vier Abpraller. Landsmann Kellen Williams (29) spielt auf der Position des Small Forward, holt durchschnittlich acht Rebounds und netzt pro Einsatz knapp 15 Punkte ein. Eine gute Figur am Brett geben auch die beiden 28 Jahre alten Michael Haucke (Center) und Tim Modersitzki (Small Forward) ab: Sie sichern sich im Schnitt 5,4 und 4,5 Rebounds pro Spiel. Die meisten Assists liefert der 21-jährige Niko Schumann, der vor seinem Wechsel nach Brandenburg das Trikot von ALBA Berlin trug. Durchschnittlich rund 5-mal versorgt der Point Guard seine Mitspieler mit einem Pass, der zum Korberfolg führt. „Thomas ist ein sehr guter Aufbauspieler, Williams überaus stark im Rebound, athletisch und treffsicher von der Dreierlinie. Schumann ist einer der besten Assist-Geber der Liga, Jorch und Schoeps sind beide ProB-erfahren. Ich erwarte ein spannendes Spiel, das wir natürlich gewinnen wollen. Die Serie ausbauen und die Tabellenführung behalten, das sind unsere Ziele“, sagt der Schwelmer Trainer.

Verzichten muss er am Sonntag dabei auf seinen Center Dario Fiorentino. Seine Oberschenkel-Verletzung braucht länger als gedacht, um zu heilen. Er war die gesamte Woche krankgeschrieben und hat deshalb nicht trainieren können. Die übrigen Zehn sind aber fit und müssen sich gegen Stahnsdorf zum ersten Mal während der laufenden Spielzeit einer neuen Situation stellen: „Als Tabellenführer sind wir jetzt die gejagten. Ein Teil der Mannschaft kennt diese Situation bereits aus der vergangenen Saison. Unser Gegner wird nochmal einen Gang höher schalten, schließlich heißt es, den Spitzenreiter zu stürzen“, weiß Wilder.
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