FSV Gevelsberg: "Wir wollen uns in der Liga etablieren“

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Achtbares Ergebnis: Gegen den SC Obersprockhövel gab es in der Vorbereitung zwar eine 0:2-Niederlage. Der Gegner aus der Nachbarstadt spielt allerdings eine Klasse höher als der FSV Gevelsberg. Foto: mar

Als der SC Paderborn in der vergangenen Saison ein einjähriges Gastspiel in der Ersten Fußballbundesliga absolvierte, mag der ein oder andere Gevelsberger an 1980 gedacht haben.

In seinem zweiten Jahr in der damals drittklassigen Oberliga Westfalen landete der VfL Gevelsberg auf dem dritten Platz. Besser schnitten nur der 1. FC Paderborn und der TuS Schloß-Neuhaus – die beiden Vorgängervereine des SC Paderborn – ab. TuS Schloß-Neuhaus stieg sogar in die Zweite Bundesliga auf.

Näher kam der VfL der großen, weiten Fußballwelt nie wieder. Das sportliche Niveau konnte der Verein nicht halten und stieg 1982 in die Verbandsliga ab. Neun Jahre später feierten die Gevelsberger ihr Comeback.

In der Saison 1991/92 war die Oberliga Westfalen so prominent besetzt wie selten davor. Klangvolle Namen wie Preußen Münster und Arminia Bielefeld kämpften um den Aufstieg. 1993 erreichte der VfL einen respektablen achten Platz. Ein Jahr später wurde man sogar Siebter und verpasste Knapp die Qualifikation für die neugegründete Regionalliga. Danach ging es für den Verein bergab.

Seit 2004 gibt es den VfL nicht mehr. Nach der Fusion mit der Fußballabteilung der Sportfreunde Eintracht Gevelsberg trägt der Club den Namen FSV Gevelsberg.
In der vergangenen Saison erreichte der FSV in der Bezirksliga einen respektablen 9. Platz. Grund dafür war eine furiose Rückrunde, in der die Kicker vom Stefansbachtal 26 Punkte holen konnten.

„Wir hatten in der letzten Saison den Klassenerhalt als Ziel“, sagt Trainer Sadat Dautovic. Nach vielen Spielerabgängen hatte es einen Umbruch in der Mannschaft gegeben. Die Neuen mussten sich erst finden. „Das hat ein halbes Jahr gedauert“, so Dautovic.

Im Vergleich zum Vorjahr geht es diesmal ruhiger zu. Lediglich Daryo Büchner, der sich aus beruflichen Gründen dem TuS Haßlinghausen anschloss, verließ den Verein. Drei weitere Spieler rücken in die zweite Mannschaft. Die Kontinuität im Kader stimmt Dautovic positiv: „Das macht die Arbeit für den Trainer leichter.“
Die Saisonziele bleiben bescheiden. „Wir wollen uns in der Bezirksliga etablieren und wieder einen Platz im Mittelfeld erlangen“, meint Dautovic.

Das Testspiel, das der FSV Anfang August gegen den SC Obersprockhövel austrug, mag ein Fingerzeig für eine gute Saison zu werten sein. Zwar unterlag Gevelsberg im heimischen Stefansbachtal mit 0:2, doch die Gäste aus der Nachbarstadt spielen immerhin in der klassenhöheren Landesliga.

Die Zukunft des Vereins sieht positiv aus. „Der neue Vorstand ist sehr engagiert. Wir sind gut aufgestellt“, lobt Dautovic das Umfeld. Partner aus der Region unterstützen als Sponsoren den FSV.

Deutscher Meister? "Bayern"


Und wen sieht der FSV-Trainer in der Bundesliga als Favoriten? In der Meisterfrage ist sich Dautovic sicher: „Ich glaube, es kommt keiner an Bayern vorbei. Über einen Underdog würde ich mich freuen.“

Vielleicht sogar ein Club aus der Region; Dautovic ist bekennender Schalke-Fan. „Ich würde mir wünschen, dass Schalke wieder in die Champions League kommt. Hinter Bayern traue ich der Mannschaft alles zu“, so der Trainer des FSV. Und der Rivale der Knappen? „Beim BVB muss man gucken, wie sie mit dem neuen Trainer klar kommen. Die müssen sich erst finden“, glaubt Dautovic.
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