TuS Ennepetal: „Setzen weiterhin auf die Jugend“

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Duell auf Augenhöhe: Im Testspiel gegen Schwarz-Weiß Essen stand es lange 2:2. Für die kommende Saison in der Oberliga Westfalen gibt der Ennepetaler Trainer Imre Renji das Ziel Klassenerhalt aus. Foto: mar

Am kommenden Sonntag rollt auch in der Oberliga Westfalen wieder der Ball. Zum Auftakt gastiert der TuS Ennepetal am Sonntag, 16. August, um 15 Uhr beim SuS Stadtlohn. Zur Heimpremiere am zweiten Spieltag empfangen die Ennepetaler mit der Spvg. Erkenschwick einen waschechten Traditionsverein.

In den letzten drei Jahren zeigte die Marschrichtung des TuS Ennepetal stets nach oben: 2013 beendeten die heimischen Kicker die Oberligasaison mit dem 14. Platz, ein Jahr später wurden sie 12. und in der vergangenen Saison landeten sie auf dem 9. Platz.

Ob auch in der kommenden Saison ein einstelliger Tabellenplatz angestrebt wird? „Ziel ist es, in der Liga zu bleiben“, bremst Trainer Imre Renji jede übertriebene Erwartungshaltung. Die Mannschaft hat einen Umbruch hinter sich, verlor unter anderem Robin Hoffmann an Westfalia Rhynern.

13 Neuzugänge müssen integriert werden, einige kommen aus der eigenen Jugend. „Wir müssen uns wieder einspielen. Und wir sind darauf eingestellt, anders zu spielen“, erläutert Renji. Zu den vielversprechendsten Zugängen zählt Mittelstürmer Marc Schröter. Der 21-Jährige wechselte vom VfB Hüls in die Klutertstadt.

Das Vorbereitungsspiel gegen Oberligist ETB Schwarz-Weiß Essen Anfang August ging zwar mit 2:4 verloren. Doch hielten die Ennepetaler, die in der zweiten Hälfte kräftig durchwechselten, bis zur 84. Minute ein 2:2 gegen den DFB-Pokalsieger von 1959.

Für die Zukunft sieht Renji den Verein gut aufgestellt. Ein wichtiger Baustein im Selbstverständnis des Vereins bildet die Jugendarbeit. Beleg dafür ist nicht nur der alljährlich ausgetragene Spax-Cup, an dem neben dem TuS Ennepetal regelmäßig die Nachwuchsabteilungen prominenter Spitzenvereine aus dem In- und Ausland teilnehmen. Die Leitlinien des TuS sehen explizit die „Integration unserer Jugendspieler“ vor. „Wir versuchen weiterhin, auf die Jugend zu setzen und Spieler auszubilden“, bestätigt Renji diesen Anspruch.

Während die A-Jugend sich beim Spax-Cup in diesem Jahr mit dem Hamburger SV, Feyenoord Rotterdam und Atletico Mineiro messen durfte, trifft die erste Mannschaft in der Oberliga Westfalen immerhin auf den einen oder anderen Traditionsverein.

Mit dem FC Gütersloh, der Spielvereinigung Erkenschwick und Regionalligaabsteiger Sportfreunde Siegen werden gleich drei ehemalige Zweitligisten ihre Visitenkarte im Bremenstadion abgeben.
Den in dieser Hinsicht traditionsreichsten Club verlor die Liga mit dem Abstieg von Westfalia Herne.

Schalke und Dortmund besser


Als Wermutstropfen in Sachen Zuschauerzuspruch sieht Imre Renji die Europa-League-Teilnahme der beiden großen Revierclubs. „Dass Schalke und Borussia Dortmund öfter sonntags spielen werden, spielt uns nicht in die Karten“, befürchtet der Trainer des TuS durchaus negative Folgen für den Amateurfußball.
Vielleicht schaffen die beiden Bundesligisten wieder die Qualifikation für die Champions-League und müssen in der übernächsten Saison weniger sonntags ran.

Imre Renji glaubt zumindest, dass Borussia Dortmund künftig wieder attraktiveren Fußball spielen wird und dass die Königsblauen mit den vielen jungen Spielern gute Qualität im Kader haben. Und wer holt den Titel? „Ich glaube, dass Bayern wieder Meister wird.“
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