"Andampfen" beim Bahn-Club

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Die Modelleisenbahn ist längst im Personenbeförderungs-Business angekommen. (Foto: mar)

Viele Familien, Radfahrer, Wanderfreunde und Jogger zieht es an den Wochenenden in die freie Natur. Ob zum gemütlichen Spaziergang oder für die eine oder andere sportliche Aktivität, die Glückauftrasse bietet optimale Möglichkeiten und ist seit vielen Jahren ein beliebtes Ausflugsziel im Ennepe-Ruhr-Kreis.

Neben der mehreren Kilometer langen, still gelegten Bahnstrecke weckt auch der Dampf-Bahn-Club Sprockhövel immer wieder das Interesse von Jung und Alt. Zum zünftigen Andampfen hatte der Verein kürzlich eingeladen: Um Punkt elf Uhr ertönte das erste Abfahrtssignal im Jahr 2017. Und schließlich heißt es nicht umsonst, dass „Modellbau die Generationen verbindet“, weiß der erste Vorsitzende und Gründer des Vereins, Reiner Münch. Seit langer Zeit zählt er das Modellbauen zu seinen Hobbys, besonders aber faszinieren ihn die etwas größeren Exemplare, die nicht nur bestaunt sondern gar in Betrieb genommen werden können. „15 Jahre habe ich an dieser Lok – natürlich mit einigen Unterbrechungen – gebaut, jedes Einzelteil von Hand gefertigt und zusammengeschraubt“, erklärt Münch.

Hier wurde noch alles selbst gebaut

Mehrere 100 Kilogramm bringt das Gefährt auf die Wage, ist rund 1,5 PS stark und wird streng nach Tradition mit Dampf und Kohle betrieben. Das Besondere dabei ist, dass die Lok sogar kleine Wagons mit bis zu 50 Passagieren hinter sich herziehen kann. Kinder und Erwachsene können mit einem Ticket einige Runden über das Gelände drehen. Die etwa 400 Meter lange Schienenstrecke haben die Vereinsmitglieder ebenfalls selbst gebaut, tüfteln Woche für Woche am Aus-, Weiter- und Umbau der Strecke am Bahnhof an der Glückauftrasse. Zur Saisoneröffnung, dem mittlerweile traditionellen Andampfen präsentierten die Eisenbahnliebhaber nicht nur ihr Vereinsgelände, versorgten die Gäste mit Leckereien vom Grill, sie präsentierten zugleich das große Brückenbauprojekt. In kleinen Fotobüchern konnten sich Groß und Klein ein Bild von den fortschreitenden Bauarbeiten machen, Fragen stellen, ins Gespräch kommen.“Die ersten Züge“, so Münch, „sollen noch in diesem Jahr ihre Fahrten über unser neues Bauwerk absolvieren.“
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