Musikalische Klänge aus dem Hochland

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Gevelsberg. Zum Partnerschaftsgottesdienst in der Erlöserkirche hatte Pastor Friedrich Tometten ganz besondere indonesische Musikinstrumente mitgebracht, die auch sehr viel in Papua gespielt werden. Das Angklung ist eine Bambus-Orgel, bei der jedes einzelne Teil einen bestimmten Ton erzeugt. Mit einem einfachen Nummern-Plakat gelang es einer Kinder- und Jugendgruppe in wenigen Minuten im Gottesdienst den Kanon "Lobet und preiset, ihr Völker, den Herrn" zu spielen.
Friedrich Tometten, der mit seiner Familie mehrere Jahre im Papua-Hochland als Missionar gelebt hat, berichtete über die großen Feierlichkeiten in Apahapsili, wo tausende Menschen im September 2015 begeistert tagelang das 50-jährige Jubiläum der Ankunft des Missionarsehepaars Benz feierten.
„Die Frauen waren in der Papua-Gesellschaft völlig rechtlos. Die Männer mussten brutalste Nachbarschaftskriege führen. Die Ankunft des christlichen Glaubens war für die Menschen eine frohe Botschaft, eine Befreiung“, berichtetet Tometten. Zusammen mit alten Evangelisten, einfachen Männern aus dem Dorf, übersetzt er seit Jahren das Alte Testament in die Yali-Sprache, die noch von ca. 70.000 Menschen gesprochen wird. Ziel ist es diese Sprache zu bewahren. Der Ort Apahapsili ist seit wenigen Monaten mit Geländefahrzeugen zu erreichen. Eine Riesenchance für die Entwicklung des Ortes, aber auch eine große Gefahr für die Kultur der Hochland-Papuas.
Nach dem Besuch der Papua-Gruppe im Sommer 2015 im Kirchenkreis, wird jetzt die Jugendbegegnungsreise 2017 vorbereitet, bei der junge Erwachsene nach Papua fahren werden. Presbyter Dieter Bieler-Giesen, in der Stiftung "Ausbildung in Papua" zuständig für die Finanzen, berichtete von der erfolgreichen Arbeit des Alphabetisierungs- und Hilfslehrerprogramms und warb für Spenden und Zustiftungen.
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