Älteste Glockengießergrube Deutschlands in Dülmen gefunden

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Wie der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) mitteilt, haben Archäologen des Verbandes in Dülmen (Kreis Coesfeld) die bisher älteste Glockengießergrube Deutschlands gefunden. Die Funde sind 1.200 Jahre alt.

Schwarze Holzkohle, roter Lehm, grünliche Bronzereste, Fragmente von Keramik und Tiegeln: Auf den ersten Blick sieht die Grube mitten im Dülmener Stadtkern für den Laien wenig spektakulär aus. Was die LWL-Archäologen jedoch daraus lesen können, ist bemerkenswert. Nach ersten naturwissenschaftlichen Analysen handelt es sich um die älteste Grube in Deutschland, in der eine Kirchenglocke gegossen wurde. Die bisherigen archäologischen Belege zeigen, dass die Grube im 8. oder 9. Jahrhundert entstand. Damit zählt sie auch zu den ältesten Glockengießergruben des Kontinents.

Mithilfe der Holzkohle kann anhand der Zerfallszeit der Kohlenstoffatome das Alter genau bestimmt werden. Weitere Untersuchungen werden zeigen, ob die Dülmener Glockengießergrube vielleicht sogar die älteste in Europa ist. Grabungsleiter Dr. Gerard Jentgens schließt das nicht aus: "Es gibt in Ungarn und England jeweils nur einen vergleichbar frühen Befund",so der Archäologe.
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