"Treffpunkt Gleis 7" für den Erhalt und die Nutzung der Güterhalle

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Mehrere Gruppen und Initiativen wollen das Projekt "Gleis 7" an der alten Güterhalle anschieben. (Foto: privat)

Eine Schwerter Initiative macht sich für die Nutzung einer alten Güterhalle stark. Eine ungewöhnliche Kombination aus Jugendarbeit, kulturellem Experiment und sozialer Fürsorge könnte auf "Gleis 7" ab 2019 umgesetzt werden.

In der Nähe des Schwerter Bahnhofs liegt ein altes Gebäude – die ehemalige, riesige Güterhalle. Ein kleiner Teil des Gebäudes wurde von der Stadt als Lager für Streusalz gebraucht; der Rest steht leer. Jugendliche haben den Ort entdeckt und für sich besetzt; seit einiger Zeit schmücken Graffitis die Halle von innen wie von außen. Die Güterhalle südlich der Bahnlinie steht verloren da neben Gewerbehallen, Gleiskörper und Parkplatz. Vor dem Abriss bewahrt, doch kaum genutzt, fast vergessen und heimlich belebt, welkt sie vor sich hin.

"Genau das ist ihre Qualität. Hier ist es nicht fertig und hübsch, hier kann Krach gemacht werden, hier können sich die jungen Wilden unserer Stadt ausprobieren, hier können kulturelle Experimente stattfinden."

"Genau das ist ihre Qualität", sagen die Initiatoren. "Hier ist es nicht fertig und hübsch, hier kann Krach gemacht werden, hier können sich die jungen Wilden unserer Stadt ausprobieren, hier können kulturelle Experimente stattfinden." Die Gruppe von Schwerter Institutionen hat sich auf Initiative der Bürgerstiftung Rohrmeisterei und mit Unterstützung der Stadt getroffen, um zu überlegen, ob mehr mit dieser Halle geschehen kann, ohne ihren Charakter zu verändern und ohne die jetzigen Benutzer, die Jugendlichen und andere, zu vertreiben.

Das Ergebnis? Die Initiatoren setzen sich für eine ungewöhnliche Kombination aus Jugendarbeit, kulturellem Experiment und sozialer Fürsorge ein.

"Wir haben uns gemeinsam auf den Weg gemacht, die Güterhalle neu zu denken."

Im „Gleis 7“ könne alles Mögliche passieren: Konzerte, Kino, Theater. Workshops, Kurse, Parties. Märkte und Feste. Auch könnten Menschen, die gerade keinen sozialen Halt haben und im Moment vor allem im Stadtpark ihre Zeit verbringen, einen Anlaufpunkt bekommen, wo sie Beratung, Schutz und Gleichgesinnte finden.

Bis 2019 wird die Halle noch einmal von der Deutschen Bahn genutzt, damit die Baustelle am Bahnhof schneller voran gehen kann.
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