Erfolgreiche Friedensarbeit

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Die Besuchergruppe bestehend aus Schwerter Auszubildenden und den Betreuern auf dem Kriegsgräberfriedhof in Ysselsteyn stellte sich zum Foto. (Foto: privat)
Schwerte: Innenstadt |

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Ortsverband Schwerte, setzt seine erfolgreiche Friedensarbeit mit jungen Menschen fort.

Neues Projekt: 25 Auszubildende der Stadt Schwerte, der Stadtwerke Schwerte und der Stadtsparkasse Schwerte besuchten jetzt gemeinsam mit drei Betreuern die Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte im niederländischen Ysselsteyn des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Landesverband NRW. Ihre Eindrücke werden sie während der Gedenkfeier zum Volkstrauertag am Sonntag, 15. November, ab 11 Uhr vortragen.

Fester Bestandteil

Darüber hinaus bereichert ebenfalls wieder eine Klasse der Realschule am Bohlgarten, wie bereits seit vielen Jahren, die öffentliche Veranstaltung im Bürgersaal des Rathauses.
„Die Fahrt zur Begegnungsstätte nach Ysselsteyn von jungen Auszubildenden soll künftig ein fester Bestandteil im Rahmen der Friedensarbeit des Volksbundes in Schwerte werden“, sagt dessen Geschäftsführer Carsten Morgenthal. „Für das kommende Jahr und in den weiteren Jahren in Folge ist jeweils ein mehrtägiger Aufenthalt geplant, an welchem dann zusätzlich neben den Schwerter Ausbildungsstellen Rathaus.
Sparkasse und Stadtwerke jeweils auch Auszubildende der Kreisverwaltung Unna teilnehmen werden. Deren Teilnahme war in diesem Jahr aus organisatorischen Gründen noch nicht möglich.“
Im Übrigen wird in diesem Jahr während der Gedenkfeier zum Volkstrauertag Kreisdirektor Dr. Thomas Wilk die Gedenkrede in Schwerte halten. Eine Ausweitung der jetzt begonnenen Projektarbeit mit Auszubildenden auch auf andere Unternehmen mit deren Auszubildenden sei durchaus möglich und gewünscht, sagt Geschäftsführer Carsten Morgenthal.

Besuch des Friedhofs

Nach der Ankunft wurde zunächst der deutsche Soldatenfriedhof besichtigt. In Ysselsteyn ruhen alle im Zweiten Weltkrieg in den Niederlanden gefallenen oder verstorbenen Deutschen, soweit sie nicht in die Heimat überführt wurden. In der weitläufigen Anlage ruhen ferner 85 Gefallene des Ersten Weltkriegs, die aus Maastricht hierher umgebettet worden sind. Während des Zweiten Weltkriegs sind mehr als 32.000 deutsche Soldaten in den Niederlanden gefallen. Sie wurden nach dem Krieg von der niederländischen Regierung auf diesen zentralen Friedhof an der deutsch-niederländischen Grenze umgebettet.
Nach der Besichtigung des Friedhofes berichtete der heute 97-jährige Niederländer Henk Verstraten über seine Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg vom Einmarsch der deutschen Soldaten am 10. Mai 1940, über Not und Elend während des Krieges, aber auch von schönen Erlebnissen, die er zu der damaligen Zeit miterlebte.
Er mahnte die anwesenden Zuhörer, dass Krieg immer ein Verbrechen sei. Anders als die heutige Jugend, haben die Kinder und Jugendlichen während des Krieges keine Freiheit gekannt.

Einzelschicksale

Am Nachmittag wurde in Kleingruppen an Einzelschicksalen und Biografien von auf dem Friedhof ruhenden Personen gearbeitet. Die Ergebnisse wurden dann am Grab der jeweiligen Person vorgestellt und besprochen. Zum Schluss des Projekttages hatten die Auszubildenden noch die Möglichkeit an der Aktion „Rote Hand“ teilzunehmen.
Dabei wird ein Handabdruck mit roter Farbe in ein Buch gedruckt, welches der Bundesregierung übergeben werden soll.

Gegen den Einsatz von Kindersoldaten

Diese Aktion ist eine weltweite Protestbewegung gegen den Einsatz von Kindersoldaten. In den letzten Jahren beteiligten sich Hunderttausende auf allen Kontinenten an den Aktionen. Die Mehrzahl sind Kinder und Jugendliche.
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