Unfallflucht mit Alkoholpegel: Schwerter hält Dortmunder Polizei auf Trab

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Zwei Unfälle verursachte ein Fahrer in Dortmund. (Foto: Magalski)
Zeugen haben einen Unfallfahrer in Dortmund gestellt - offenbar Alkohol im Spiel: Nachdem er am Mittwochabend (31. Mai) auf dem Königswall einen Verkehrsunfall gebaut hatte, wollte ein Mann aus Schwerte eigentlich einfach weiterfahren. Dabei hatte er die Rechnung jedoch ohne den Fahrer des anderen beteiligten Wagens gemacht. Und ohne weitere aufmerksame Verkehrsteilnehmer.

Es war gegen 18.50 Uhr, als ein 38-jähriger Dortmunder den Königswall auf der mittleren Fahrspur in Richtung Osten befuhr. Im Rückspiegel war ihm ersten eigenen Angaben zufolge bereits ein Auto aufgefallen, das hinter ihm Schlangenlinien fuhr. Der Fahrer dieses Wagens versuchte demnach anschließend zunächst, den 38-Jährigen links zu überholen. Da das wegen des Verkehrsaufkommens nicht gelang, versuchte er es über die rechte Spur. Beim Versuch, anschließend wieder auf die mittlere Spur zu ziehen, prallte der andere Wagen gegen den des Dortmunders. Dies schien den Fahrer jedoch nicht zu interessieren. Denn trotz eines Hupkonzertes des 38-Jährigen fuhr er einfach weiter.

An der Ampel an der Kreuzung zur Hansastraße/Burgtor wendete der unbekannte Fahrer dann schließlich und fuhr in Richtung Westen auf dem Königswall weiter. Wo er an einer roten Ampel stehen bleiben musste.

Diesen Moment nutzte der Dortmunder aus. Er rannte zu dem Auto und versuchte mit dem Fahrer zu reden. Dieser reagierte jedoch nicht. Ein vor ihm haltender Pkw-Fahrer aus Dortmund wurde auf die Diskussion aufmerksam. Weil der 59-Jährige mitbekam, dass es offenbar um einen vorangegangenen Unfall ging, blieb er mit seinem Fahrzeug auch noch stehen, als die Ampel vor ihm schließlich Grün zeigte. So wollte er den Mann dazu bringen, sich den Konsequenzen des Unfalls zu stellen. Er bezahlte dafür mit einem Schaden auch an seinem Auto.
Denn der Schwerter fuhr mit seinem Auto trotzdem an - und auf das des 59-Jährigen auf.

Immerhin brachte all dies den 20-Jährigen jedoch endlich dazu, aus seinem Auto auszusteigen und mit den anderen Unfallbeteiligten auf die alarmierten Polizeibeamten zu warten.

Diese stellten relativ schnell Alkoholgeruch im Atem des Schwerters fest. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab ein Ergebnis von fast einem Promille. Zu den Unfällen selber hatte der Mann dann auch nicht mehr viel zu sagen: "Keine Ahnung!" war seine erste Angabe. Zudem ergänzte er, keinen Führerschein zu besitzen. Der Mann musste für die Entnahme einer Blutprobe anschließend mitfahren zur nächstgelegenen Polizeiwache.

Wohin die dann auch noch bei seiner dortigen Durchsuchung gefundenen zwei Schlüsselbunde gehören, das müssen nun die folgenden Ermittlungen zeigen. Die Schlüssel wurden sichergestellt.

Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf ca. 1.800 Euro.
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