Zur Goldkommune mit eea: Anja Böckenbrink ist die erste Klimaschutzmanagerin für Schwerte

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Fachdienstleiter Adrian Mork freut sich über die Mitarbeit von Schwertes erster Klimaschutzmanagerin Anja Böckenbrink.
 
Mit Messgeräten für die eigenen vier Wände möchte Anja Böckenbrink die Bürger sensibilisieren.
Schwerte: Rathaus |

Der European Energy Award (eea) ist eines der Ziele von Anja Böckenbrink: In den nächsten drei Jahren will die neue Klimaschutzmanagerin den Klimaschutz in Schwerte auf Vordermann bringen.

„Ich freue mich auf die neuen Aufgaben“, sagt die 26-Jährige. Vorher war sie in Bocholt bereits im Bereich Klimaschutz tätig. Die Erfahrung von dort will sie auch in Schwerte nutzen, da die Stadt bei dem Thema erst am Anfang steht. Teamarbeit ist ihr beim Klimaschutz sehr wichtig, da es viele Interessen gibt. Die Zusammenarbeit mit Adrian Mork, Fachdienstleiter im Bereich Demographie, Stadtentwicklung und Umwelt, läuft gut. „Wir werden jede Menge Punkte angehen“, verspricht er.

Aufgewachsen ist Anja Böckenbrink bei Selm. „Ich bin mit der Natur großgeworden“, erklärt sie. Beim PSV Bork spielt sie beim Fußball in der Kreisliga A in der Abwehr und ist Mädchenbeauftragte. Geplant sind viele Aktionen, die auch die Bürger ansprechen sollen. „Würden wir das Thema nur hausintern angehen, wäre das zu kurz gedacht“, so Mork.

Der European Energy Award, kurz eea, ist ein Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren für kommunale Energieeffizienz und Klimaschutz. Dabei werden lokale Potenziale von einem außenstehenden Energieberater erkannt. Die Bemühungen und die Erfolge einer Kommune lassen sich damit neutral vergleichen. „Wenn Schwerte 50 Prozent dessen erreicht, was möglich ist, wird die Stadt eine Kommuni mit Auszeichnungen. Erreicht sie 75 Prozent oder mehr, wird sie zur Goldkommune“, erklärt Anja Böckenbrink. Die Kosten der Aktion werden zu 80 Prozent gefördert; für Schwerte fallen nur minimale Kosten an.

Die Stadt soll für die Bürger ein Vorbild sein und ihnen den Energieschutz näherbringen, findet Anja Böckenbrink. Um dies zu erreichen, wird es unter anderem den Verleih von Messgeräten an die Bürger geben. Ein Infrarotgerät soll helfen, Wärmeverluste an Kältebrücken wie Fenstern zu erkennen, ein Baufeuchtemessgerät erkennt die Feuchtigkeit in den Wänden. Solche Geräte hat Anja Böckenbrink schon in Bocholt an die Bürger verliehen. Das kostenlose Angebot startet im Herbst.

Auch der Schutz der Wälder sei wichtig, wie Mork betont. „Intakte Wälder helfen etwa beim Hochwasserschutz, da sie Trinkwasser speichern“, erklärt er.
Um verschiedene Nutzergruppen anzusprechen, gibt es Überlegungen mit den Jugendamt, zukünftige Ferienspiele unter das Motto Klimaschutz zu stellen. Auch umweltfreundliche Mobilität für Senioren mit Pedelecs (Elektrofahrrädern) ist im Gespräch. Generell findet Anja Böckenbrink die Förderung des Radverkehrs wichtig: „Für kurze Fahrten lohnt das Auto oft nicht. Wir wollen dafür ein Bewusstsein schaffen“, sagt die Klimaschutzmanagerin.

Die Kosten für die neue Klimaschutzmanagerin werden zu 85 Prozent durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit übernommen. Die Förderung ist vorerst für drei Jahre befristet. In dieser Zeit will Anja Böckenbrink viel bewegen. „Beim Klimaschutz muss man nicht auf etwas verzichten, sondern kann sogar den eigenen Geldbeutel schonen“, erklärt sie.

Drei Fragen an Anja Böckenbrink

1. Was schätzen Sie an Schwerte?

Mir gefällt die Nähe zu den Ruhrauen, man ist in kürzester Zeit mitten in der Natur. Aber auch der Altstadtkern ist schön.

2.Was ist das erste, dass Sie angehen?

Ich werde die Teilnahme am European Energy Award vorantreiben. Der Beschluss wird im August eingebracht.

3.Worauf freuen Sie sich besonders?

Ich will die Schwerter Bürger mitnehmen und begeistern. Bisher waren alle unglaublich freundlich und hilfsbereit.
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