Mehr Frauen auf dem Chefsessel

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Gelingende Gleichstellungspolitik ist einer der entscheidenden Faktoren für die Zukunftsfähig-keit der Kommunen.

So lautet das Fazit der 24. Bundeskonferenz der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Deutschlands, das in Wolfsburg stattfand.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Schwerte, Birgit Wippermann, nahm daran teil.

Arbeitswelt und Gesellschaft ändern sich rasant. Lebenswerte Kommunen werden zunehmend solche sein, die die Ansprüche von allen Einwohnerinnen und
Einwohnern berücksichtigen.

Dazu gehören die Stadt- und Verkehrsplanung, das Mitspracherecht in Politik und Verwaltung, in der Besetzung von Führungspositionen und in der Verwendung von kommunalen Geldern. Eine Kommune mit Zukunft müsse unmittelbare und mittelbare Diskriminierung von Frauen und Mädchen beseitigen und gleiche Chancen für alle schaffen, unabhängig vom Geschlecht. Die Stadt Schwerte solle eine „Kommune mit Zukunft“ werden, fordert Birgit Wippermann.

Auf der Bundeskonferenz haben 400 Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte die „Wolfsburger Erklärung“ verabschiedet, in der Gleichstellungsarbeit für alle Kommunen, einheitliche Standards für die Gleichstellungspolitik und die Berücksichtigung der Lebenswirklichkeit von Frauen, Männern, Mädchen und Jungen bei allen kommunalpolitischen Entscheidungen gefordert wird.

Voraussetzung dafür sei, dass mehr Frauen in politischen Gremien und in Führungspositionen der Verwaltung und bei den kommunalen Töchtern vertreten seien, erläutert Birgit Wippermann.

Die Erfahrung zeige: Freiwillig passiere das nicht. Deshalb brauche es eine Quotierung in allen entscheidenden politischen und wirtschaftlichen Gremien und Landesgleichstellungsgesetzte in allen Bundesländern. Gerade in Zeiten von erstarkenden populistischen Tendenzen bestehe die Gefahr des gesellschaftlichen Rückschrittes. Dieser geht besonders zu Lasten von Frauen.
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