Politmagazin Plusminus berichtet über Fall des SPD Mannes Ganzke: Interview mit Stephan Wehmeier (Vorsitzender JU Kreis Unna)

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Stephan Wehmeier als Vorsitzender der JU im Kreis Unna versteht die Welt nicht mehr: Warum fragt niemand nach, wenn ein Landtagsabgeordneter einem insolventen Ticketverkäufer eine Kreditkarte zur Verfügung stellt, fragt sich der engagierte Christdemokrat

Der Fall Ganzke bewegt die Gemüter. Hartmut Ganzke sitzt für die SPD im Landtag von NRW und wie das Politmagazin „Plusminus“ am 21.08.2013 berichtete, stellte Ganzke, der neben seinem Mandat weiterhin als Anwalt tätig ist, seinem Mandanten Michael Jeschke seine bzw. eine Kreditkarte zur Verfügung. Dies könnte als Akt unter Freunden verstanden werden, wenn nicht Michael Jeschke oder besser gesagt dessen Mutter im Zusammenhang mit der Gesellschaft „Ticket Solution & Travel“ einen Insolvenzantrag gestellt hätte und nunmehr viele Ticketkäufer um ihr Geld bangen.

In diesem Zusammenhang führte Bianca Dausend ein Interview mit dem Vorsitzenden der Jungen Union im Kreis Unna. Dieser hat sich in einem offenen Brief an den Bundestagsabgeordneten der SPD, Oliver Kaczmarek, gewandt und diesen darum gebeten, an der Aufklärung der durch das Magazin der ARD aufgeworfenen Vorwürfe mitzuarbeiten.

Bianca Dausend: Herr Wehmeier, Sie haben sich im Zusammenhang mit den gegen Hartmut Ganzke erhobenen Vorwürfen an den Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek gewandt – mit welchem Ziel?

Stephan Wehmeier: Hartmut Ganzke hat in seiner Zeit im Kreistag und jetzt im Landtag immer das große Wort der Transparenz gebraucht. Wenn nun ein renommiertes Politmagazin wie Plusminus solche Vorwürfe gegen ihn erhebt, dann möchte ich Ganzke an seinem Transparenzversprechen messen. Ich glaube, dass nicht nur ich dies möchte, sondern auch diejenigen, die ihn gewählt haben. Darunter sind viele, die nun um ihre Tickets bangen müssen.

Bianca Dausend: Die entsprechenden Internetforen laufen mit Anschuldigungen gegen den Ganzke Freund Jeschke heiß. Das Geschäft mit den Tickets hat bereits vielfach zur Verärgerung geführt.

Stephan Wehmeier: Ja, das hat es. Dies sah bis vor kurzem auch der Unterparteivorsitzende und Bundestagsabgeordnete der SPD Kaczmarek so. Er hat andere Tickethändler massiv kritisiert. Genau deshalb haben wir uns von der Jungen Union der CDU mit dem offenen Brief an ihn gewandt. Er kann doch nicht auf der einen Seite diese Form kritisieren und gleichzeitig von einer Privatangelegenheit Ganzkes sprechen. Das verstehen wir nicht und das verstehen viele andere auch nicht.

Bianca Dausend: Aber Ganzke hat dargelegt, dass er als Privatperson gehandelt hat.

Stephan Wehmeier: Ganzke ist als Landtagsabgeordneter, als Mitglied des Kreistages, des Verwaltungsrates der Sparkasse Unna und der GWA eine Person des öffentlichen Lebens. Wenn dann solche Vorwürfe seitens des Fernsehens im Raum stehen, dann kann er sich nicht aus der Affäre ziehen, indem er sagt, dass er so als Privatmann und nicht als Politiker gehandelt habe. Insofern sehe ich auch die SPD in der Pflicht, der Sache auf den Grund zu gehen. Mir tun die Leute leid, die nun nicht wissen, was aus ihren gekauften Tickets wird. Daran sollte die SPD denken, die sich sonst immer rühmt, etwas für den „kleinen Mann“ zu tun; hier hätte sie die Möglichkeit. Wir als Junge Union setzen uns auf jeden Fall weiter dafür ein, dass diese Angelegenheit nicht unter den Teppich gekehrt wird.


Das Telefoninterview mit dem Vorsitzenden der Jungen Union im Kreis Unna wurde am 6.9.2013 geführt.

Den offenen Brief der Jungen Union der CDU an den Bundestagsabgeordneten des Kreises Unna finden Sie auf der Internetseite der Jungen Union im Kreis Unna!

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Axel Ehwald aus Schwerte | 10.09.2013 | 05:07  
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