Popkorn-Tüten-Aktion gegen HAUSLICHE GEWALT

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Teilnehmerinnen der Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Unna. Ganz rechts Birgit Wippermann Gleichstellungs-beauftragte der Stadt Schwerte
„Wir wollen ein klares Zeichen gegen häusliche Gewalt setzten“, erklärt die Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Unna.
Sie tagte am 20. Februar 2013 in Bergkamen.

Die Gleichstellungsbeauftragten planen aktuell das Rahmenprogramm zu der Ausstellung „WARNSIGNALE häuslicher Gewalt – erkennen und handeln“, die als Präventionskampagne im November 2013 durch den Kreis Unna wandert.

Diese Kampagne unterstützt das Bergkamener Unternehmen Busemann GmbH mit einer Sonderaktion.
Die Firma sponsert 10.000 kleine Popkorn-Tüten mit der plakativen Aufschrift – „Gewalt kommt nicht in die Tüte“.

Die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Unna verteilen die kleinen Geschenktüten rund um ihre örtlichen Veranstaltungen um den Internationalen Frauentag, um die Öffentlichkeit immer wieder für das Thema zu sensibilisieren... so in Schwerte am 8. März ab 18.30 Uhr in der Rohrmeisterei.

Der Firmeninhaber Helmut Werner erklärt, „Häusliche Gewalt beeinflusst das Leben und die Gesundheit der Betroffenen erheblich. Mehr als die Hälfte aller Betroffenen ist berufstätig. Somit betrifft häusliche Gewalt auch Unternehmen".

Birgit Wippermann, die Schwerter Gleichstellungsbeauftragte weist darauf hin, dass: „der Berufsalltag von Frauen mit Gewalterlebnissen durch gesundheitliche Probleme massiv beeinflusst wird".

Die Folgekosten von häuslicher Gewalt sind hoch.

Laut einer Studie des niedersächsischen Sozialministeriums betragen die Kosten für Arbeitsausfälle, Arztbesuche, Polizeieinsätze und Justiz für die deutsche Wirtschaft 14,8 Milliarden Euro pro Jahr.

Alle Gleichstellungsbeauftragten bedanken sich bei der Firma Busemann GmbH für die unkonventionelle Unterstützung dieser Popkorntütenaktion.
Denn Gewalt gegen Frauen und Mädchen zählt zu den häufigsten Menschenrechtsverletzungen in der Welt, wobei Frauen das größte Risiko haben, durch einen Mann, den sie kennen, Opfer von Gewalt zu werden.

Die erste repräsentative Untersuchung in Deutschland zu dieser Problematik kommt zu dem Ergebnis, dass rund 25 % der in Deutschland lebenden Frauen Formen körperlicher oder sexueller Gewalt (oder beides) durch aktuelle oder frühere Beziehungspartnerinnen oder –partner erlebt haben.

Sie hoffen damit noch mehr Betroffene zu ermutigen, sich an Beratungsstellen, das Frauenforum im Kreis Unna oder die Polizei zu wenden.

Darüber hinaus setzen sich die Gleichstellungsbeauftragten in ihren Städten und auf Kreisebene für die Umsetzung gleicher Chancen für Frauen und Männer ein.
Ihr Aufgabenspektrum reicht in einem weiten Bogen von A wie Arbeitsmarktmarktbelange bis Z wie Zuwanderung.

Weitere Infos zu der Aktion gibt es bei der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Schwerte Birgit Wippermann per Mail gleichstellung@stadt-schwerte.de oder telefonisch: 02304-104-691.
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