Schlichterspruch kann (auch) aus gleichstellungspolitischer Sicht nur abgelehnt werden!

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Birgit Wippermann - Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Schwerte

AUFWERTUNG JETZT !

ErzieherInnen, SozialarbeiterInnen und KinderpflegerInnen haben sich deutlich in der ver.di - Mitgliederbefragung gegen den Schlichterspruch - ausgehandelt zwischen den Herren Schmalstieg und Milbradt- ausgesprochen.

Sie haben die Nase voll, dass ihre Arbeit offenbar nicht genügend inhaltliche und finanzielle Wertschätzung erfährt.

Das Ergebnis der Schlichtung war mehr als enttäuschend und ist ein Schlag in das Gesicht der Kolleginnen, zeigt eine Ignoranz gegenüber ihren Leistungen und der
großen Verantwortung, die sie tragen.

Auch aus gleichstellungspolitischer Sicht kann das Schlichtungsergebnis nur
abgelehnt werden - eine angemessene Aufwertung von klassischen Frauenberufen
muss anders aussehen!

Weiterhin stellt sich die Frage, warum der Dienst am Menschen,
die Erziehung von Kindern immer noch schlechter bezahlt wird,
als beispielsweise die Reparatur von Autos oder viele Berufe auf
dem Bau.

Darauf gibt es nur eine Antwort:
Die eine Tätigkeit wird hauptsächlich von Frauen - die andere hauptsächlich von Männern ausgeübt.

Schon jetzt haben viele Kommunen Probleme, auch wir in Schwerte überhaupt noch qualifiziertes Personal für Kindertagesstätten zu finden.

Diese Situation wird sich verschärfen, wenn die Bezahlung nicht angemessen steigt und damit auch die Wertigkeit der sozialen
Berufe deutlich wird.

Den KollegInnen ist es in der Vergangenheit nicht leicht gefallen,
ihre Kitas zu bestreiken, weil sie wissen, was ein Streik für die
Kinder und berufstätigen Eltern bedeutet.

Gleichstellungsbeauftragte haben die Aufgabe sich für die Gleichberechtigung der Geschlechter einzusetzen.

Ungerechtigkeit dokumentiert sich auch immer bei der Tarifge-
staltung und dies besonders im sozialen Bereich!

Die Bezahlung der sozialen Berufe- der typischen Frauenberufe- ist aus Gleichstellungssicht ein Verstoß gegen Artikel 3, Absatz 2 des Grundgesetzes:

„ Männer und Frauen sind gleichberechtigt.
Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichbe-
rechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseiti-
gung bestehender Nachteile hin.“

Deshalb fordert die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Schwerte,
Birgit Wippermann mit ihren Namen der Bundesarbeitsgemeinschaft
der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten:

- Schluss mit der Unterbezahlung von sozialen Berufen
- Aufwertung der sozialen Berufe
- Kompromissbereitschaft seitens der Arbeitgeber

Nur der halbe Weg ist geschafft – jetzt geht es um das Ganzel!

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