Reparieren statt wegwerfen - Aktion der Verbraucherzentrale zeigt wie’s geht

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Angelika Weischer, Leiterin der Beratungsstelle in Schwerte. (Foto: Verbraucherzentrale Schwerte)

Lieblingsstücke retten, Klima und Rohstoffe schonen und den eigenen Geldbeutel entlasten – all das sind gute Gründe, Produkte länger zu nutzen und zum Beispiel kaputte Elektrogeräte zu reparieren anstatt sie zu entsorgen.


„Viele Menschen wünschen sich langlebige und gut reparierbare Haushaltsgeräte
und Alltagsgegenstände. Doch die Unsicherheit ist groß, wie man solche Produkte
erkennt, wann eine Reparatur sinnvoll ist und wohin man sich im Reparaturfall
wenden soll“, sagt Angelika Weischer Leiterin der Beratungsstelle Schwerte sowie
Frau Eva Luethen-Broens Klimaschutzmanagerin der Stadt Schwerte.

Viele Dinge landen daher vorzeitig im Müll.

Nach Angaben des statistischen Bundesamtes fallen ca- 21 Kilogramm Elektroschrott und 29 Kilogramm Sperrmüll jährlich pro Kopf und Einwohner an. Dazu kommen große Mengen Altkleider und unzählige nicht mehr genutzte Handys, die in Schublade schlummern.

„Mit unserer Aktion ,NRW repariert‘ geben wir viele Tipps, wie die Schwerter
,Dingen ein zweites Leben‘ geben können.
Damit knüpfen wir auch an die Europäischen Woche der Abfallvermeidung an“, so Angelika Weischer weiter.

Bis Ende Dezember sind die Schwerter Bürger und Bürgerinnen daher herzlich
eingeladen, in der Beratungsstelle Schwerte, Westwall 4 beispielhafte Produkte
wortwörtlich unter die Lupe zu nehmen und Kriterien für eine gute Reparierbarkeit
zu entdecken.
• Ist der Akku fest verbaut?
• Lässt sich das Gehäuse eines Gerätes leicht öffnen?
• Gibt es einen Ersatzteil- und Reparaturservice?
• Sind Reparaturanleitungen frei verfügbar?

Diesen Fragen kann im Rahmen eines Quizspiels auf den Grund gegangen
werden.
„Wenn Elektrogeräte oder auch Spielzeuge ein verklebtes, verschweißtes oder
vernietetes Gehäuse haben, wird dieses beim Öffnen häufig beschädigt.
Besser sind leicht zugängliche Schrauben, für die man kein Spezialwerkzeug braucht.
Wer zum Beispiel jetzt beim Aussuchen von Weihnachtsgeschenken auf diese
Dinge achtet, ermöglicht Reparaturen und schenkt länger Freude“, erläutert
Angelika Weischer.

Der Workshop ist kostenlos und unverbindlich ohne vorherige Terminabsprache.

Als Dankeschön fürs Mitmachen beim Quiz in der Beratungsstelle gibt es ein nützliches Geschenk.
Zudem besteht die Möglichkeit, auf den Quizkarten Wünsche im Hinblick auf Reparierbarkeit an Hersteller und Politik zu formulieren.

Das Projekt MehrWert NRW der Verbraucherzentrale, das die Aktion „NRW
repariert“ entwickelt hat, wird dieses Feedback auswerten.
„Es muss einfacher und kostengünstiger werden, kaputte Dinge wieder instand zu setzen.

Hier sind auch die Hersteller in der Pflicht, entsprechende Produkte anzubieten. Verbraucher wiederum können durch ihre Nachfrage dafür sorgen, dass sich Reparaturfreundlichkeit durchsetzt“, so Frau Weischer.

Worauf Verbraucher bei einer professionellen Reparatur achten sollten, verrät eine Checkliste.

Vieles lässt sich aber auch in Eigenregie wieder „flott machen“.

Wer dabei Unterstützung braucht, findet in der Umgebung stattfindenden
"Reparatur-Cafés" Hilfe von ehrenamtlichen Reparateuren.
Wenn der Toaster wieder toastet, der Reißverschluss an der Jacke repariert ist
und der lieb gewonnene Teddy wieder brummt, dann ist das ein Erfolgserlebnis
und macht Spaß“, sagt Frau Weischer.

Selbst ausprobieren können das die Schwerter
• bei einem kostenlosen Workshop

• am Dienstag den 28. November 2017
• von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr
• in der Verbraucherzentrale in Schwerte, Westwall 4.

Mit dem Projekt MehrWert NRW unterstützt die Verbraucherzentrale NRW einen
nachhaltigen und klimaschonenden Konsum.
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