Tag des offenen Wohnprojektes

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Das zu gründende inklusives Wohnprojekt wird von einer Vertreterin des Vereins Mosaik vorgestellt. (Foto: Andreas Klinke)
Dortmund: Phoenixsee |

Gemeinschaftliches Wohnen steht im Fokus des zweiten Tages des offenen Wohnprojektes am Sonntag, 28. August. Insgesamt acht Wohninitiativen präsentieren sich an diesem Sonntag in ihren Projekten und ihren „Patenprojekten“ direkt vor Ort.

Als Vorbereitung auf diesen Tag erzählt Gabriele Wiemann, Vorstandsmitglied im Verein Mosaik sowie in der Genossenschaft, warum sie im Wohnprojekt Mosaik- Leben in Vielfalt wohnen möchte: „Ohne unseren Sohn Frederik, 21 Jahre alt, mit Autismus, an unserer Seite, hätten wir uns nicht mit einer inklusiven Wohnmöglichkeiten beschäftigt. Unser Sohn ist in anthroposophischen Zusammenhängen (Kindergarten/Förderschule des Christopherus-Haus, d. Red.) groß geworden und für meinen Mann und mich war es ganz selbstverständlich, dass er in einer anthroposophischen Werkstatt arbeiten sollte. Vor diesem Hintergrund habe ich mich 2006 der Elterninitiative angeschlossen, die dann in 2009 den Verein Mosaik gegründet hat.
Die Ziele des Vereins haben sich im Laufe der Jahre dahingehend verändert, dass ein inklusives Wohnprojekt realisiert wird. Wir konnten uns für unseren Sohn weder das Wohnen in einer klassischen Einrichtung noch das ambulant betreute Wohnen vorstellen.
Die Vorstellung, dass Frederik in einer Gemeinschaft lebt, die ihn annimmt, akzeptiert und trägt, macht es uns als Eltern sicherlich etwas leichter, ihn ausziehen zu lassen. Für mich ist es sehr wichtig, dass Menschen sowohl mit einer intellektuellen als auch mit einer körperlichen Einschränkung all die Dinge machen können, die für Menschen ohne Hilfebedarf ganz selbstverständlich sind: zum Bispiel ins Kino oder ins Museum gehen, Urlaub machen, Tanzen gehen. In den herkömmlichen Strukturen ist die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen und kulturellen Leben nicht in dem Maße möglich, wie wir uns dies wünschen. Oft fehlt es an der Mobilität sowohl personell als auch fahrtechnisch.
Natürlich ist es eine große Herausforderung, unsere Ideen und Wünsche so umzusetzen, dass ein gutes gemeinschaftliches Miteinander entsteht und gepflegt wird. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass es uns gelingt. Mir ist es ein starkes Bedürfnis, mich einzubringen und dazu beizutragen, dass Menschen ohne und mit Hilfebedarf gemeinschaftlich und auf Augenhöhe zusammen wohnen und leben.
Daher ist in den letzten zwei Jahren bei meinem Mann und mir der Entschluss soweit gereift, dass wir ebenfalls in dieses Wohnprojekt ziehen werden.“
Folgende Wohnprojekte und -initiativen stellen sich am Tag des offenen Wohnprojektes am Sonntag, 28. August, vor:
10.30 bis 12.30 Uhr: Mehrgenerationen-Wohnen „Wir auf Phoenix“ und Gemeinschaftliches Wohnen „Gemeinsam statt einsam“, Lange Hecke 49;
11.30 bis 13.30 Uhr: Mehrgenerationen-Wohnen „Wir am Phoenixsee“ und Gemeinschaftliches Wohnen „Hand-in-Hand nachhaltige Wohnkultur“ An den Emscherauen 2 - 8a; 12.30 bis 14.30 Uhr: Genossenschaftliches Wohnen „FörderturmWohn“ Middelmannstraße 1-15 und 10 / Röhrenstraße 14;13.30 bis 15.30 Uhr: Inklusives Wohnen „Mosaik" Rudolf-Steiner-Schule, Mergelteichstraße 51; 14.30 bis 16.30 Uhr: Generationenübergreifendes Wohnen „Wohnrewir Tremonia“ und Genossenschaftliches Wohnen „Senioren-Genossenschaft“ Am Tremoniapark 15.
Verantwortlich und federführend für den Tag des offenen Wohnprojektes ist das Service-Team „…anders wohnen - anders leben…“ im Amt für Wohnen und Stadterneuerung. Bereits seit 2007 berät und unterstützt dieses Team Interessenten an neuen Lebens- und Wohnformen bei der Realisierung ihrer Wohnprojekte.
Weitere Informationen gibt es beim
Service-Team „…anders wohnen - anders leben…“
Amt für Wohnen und Stadterneuerung
Südwall 2-4
44137 Dortmund
Telefon 50-23938 oder 50-23921.
im Internet: www.wohnungsamt.dortmund.de
Mail: wohnungsamt@dortmund.de
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