Verbrauchrzentrale bearbeitet 9000 Anfragen

Anzeige
Auch 2015 ist die Verbraucherzentrale wieder im Einsatz für die Schwerter. (Foto: privat)
Schwerte: Verbraucherzentrale NRW |

Immer wieder fühlen sich Menschen durch Fallen im Internet verunsichert. Auch Anrufe, während der Anbieter Verträge anbieten, überfordern viele, natürlich auch die Feinheiten der Verträge an sich. Das Sicherheitsbedürfnis auch der Schwerter beschränkt sich längst nicht nur auf die eigenen vier Wände. Ein wichtiger Ansprechpartner für solche Fälle ist die Verbraucherzentrale Schwerte.

Sie erklärt jetzt, was die Menschen im vergangenen Jahr beschäftigte: Billigstromanbieter Neukunden mit einem dubiosen Bonus köderten, E-Mails mit gefälschten Rechnungen namhafter Unternehmen im Umlauf waren oder Kreditinstitute die Erstattung unzulässiger Kreditbearbeitungsentgelte verweigerten: 9000 Anfragen und Kontakte zeigen, dass die Verbraucherzentrale in Schwerte auch 2014 erste Anlaufstelle bei Verbraucherproblemen war. Ständige Herausforderung für das Team am Westwall 4 war, auf aktuelle Entwicklungen schnell zu reagieren. Auch über die Finanzierung der Beratungsstelle in Schwerte wurde 2014 verhandelt.

Nachfragewelle

Einstimmig legten der Rat der Stadt Schwerte und der Kreistag Unna die Basis für
den Folgevertrag, der die Finanzierung bis Ende 2018 sichert.
„Eine Nachfragewelle schwappte in die Beratungsstelle, nachdem der Bundesgerichtshof entschieden hatte, dass Bearbeitungsentgelte für Darlehen unzulässig sind“, berichtet Beratungsstellenleiterin Angelika Weischer.
Zudem sorgten fehlerhafte Widerrufsbelehrungen in einer Vielzahl von Immobiliendarlehnsverträgen für ausgebuchte Beratungstermine: „Denn wurden Wohnungskäufer oder Bauherren falsch über das Widerrufsrecht belehrt, können sie den Vertrag unter Umständen noch ‚ewig‘ widerrufen. Von der vorzeitigen Auflösung profitieren Kreditnehmer, die nach der Kündigung ihres Immobiliendarlehens eine Vorfälligkeitsentschädigung, meist einige Tausend Euro, zahlen mussten oder noch sollen. Denn sie müssen nicht kündigen, sondern können den Kreditvertrag widerrufen und sparen so diese von der Bank geforderte Entschädigung“, erläuterte Angelika Weischer, dass sich die Beratung in barer Münze auszahlen kann.

Phishing-Mails

Wieder einmal standen bei vielen außergerichtlichen Rechtsberatungen und -vertretungen Probleme mit Telekommunikationsanbietern im Mittelpunkt: Zumeist ging es um nicht nachvollziehbare Posten in der Rechnung oder um Probleme bei der Kündigung von Verträgen. Oftmals gab es mit den Unternehmen gleich mehrere Probleme.
Zu schaffen machten auch Phishing-Mails: T-Online- und Amazon-Kunden, Inhaber einer Master-Card oder Nutzer von Pay-Pal-Konten hatten zuhauf unerwartete E-Mails erhalten, die angeblich von ihrem Anbieter stammten und die mit fadenscheinigem Inhalt geheime Zugangsdaten abfischen wollten.
Die Maschen der Betrüger waren alle ähnlich: Sie versuchten mit angeblichen Sperrungen, Einschränkungen, Unregelmäßigkeiten oder Fremdzugriffen in Angst und Panik zu versetzen und zur Preisgabe zu verleiten. Dabei erreichten die als Rechnung getarnten Phishing-Mails eine neue Qualität: Immer häufiger enthielt die digitale Post im Anschreiben die korrekten Namen der potenziellen Opfer.

Fortsetzung

Kommende Woche erklären wir, wie sich Verbraucher schützen können.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.