Gedanken zum 21.12.2012

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Erst nachdem der letzte Baum gefällt wurde,
erst nachdem der letzte Fluss vergiftet wurde,
erst nachdem der letzte Fisch gefangen wurde,
erst dann werden wir erkennen, dass man Geld nicht essen kann.

Dieses Bild einer Indianerfrau, das ich mir von meinem Besuch eines Indianerreservates mitbrachte, hing schon seit vielen Jahren über meinem Schreibtisch, um so dann und wann betrachtet zu werden und über die Frage nachzudenken, ob es denn wirklich schon so weit ist.
Ich hatte mich damals mehr um die Gesundheit des Menschen gekümmert als um die Gesundheit unseres Planeten Erde. Heute weiß ich, dass das Eine ohne das Andere nicht existieren kann und dass jeder einzelne von uns gefragt ist, sich dafür einzusetzen.
Die Polkappen schmelzen in bedrohlicher Geschwindigkeit ab, die Erde heizt sich auf.
Die Meeresspiegel steigen, manche Regionen werden zunehmend von Wirbelstürmen und Überschwemmungen heimgesucht. Andernorts herrscht Dürre, Nahrungsmittelknappheit und Wassermangel. Die Wüsten dehnen sich aus.
Schuld ist unter anderem der durch industrielles Wachstum verursachte Treibhauseffekt. Durch die Verbrennung von Kohle Öl und Gas, die fortschreitende Abholzung der Regenwälder, intensive Nutzung von Ackerflächen, Anbau von Monokulturen und der massenhafte Fleischkonsum, der ja gerade in unseren Breitengraden sehr beliebt ist. Das alles erhöht die Freisetzung von Kohlendioxid. Schon jetzt sind weltweit die Hälfte aller fossilen Energiequellen aufgebraucht. Und damit nicht genug, die Polkappen sind noch gar nicht abgeschmolzen, da streitet man sich schon um Bodenschätze und potenzielle Energiequellen, die darunter vermutet werden. Und dessen noch nicht genug, bereits seit 40 Jahren zapfen wir Erdöl unter dem Meeresboden an. Bereits jetzt rüsten sich die Industrienationen für die Jagd auf andere gigantische Schätze, die unter oder auf dem Meeresboden schlummern.
Wenn sie jemals gehoben werden ist das Ökosystem der oberen und unteren Meereszone bedroht. Und wenn man den Fischen den Lebensraum nimmt, trifft man letztendlich ja auch den Menschen.
Egal welches Ökosystem wir betrachten, wenn wir weiter fortfahren mit der Ausbeutung unseres Planeten Erde, dann werden wir die Konsequenzen am eigenen Leibe spüren.
Und auch wenn wir glauben, dass dies alles weit weg von uns geschieht, der erinnere sich nur an die Flut von Dortmund, bei der das Wasser im Westen Dortmunds 1,5 m hoch stand.
Oder an die Tatsache, dass es auch bei uns in Deutschland immer mal wieder kleinere Erdbeben in vereinzelten Regionen gegeben hat. Ich selbst durfte vor einigen Jahren in Köln miterleben wie plötzlich das Geschirr aus dem Regal flog. „Erdbeben – hier bei uns?“, fragte ich damals bestürzt. Auch die Gegend um Bad Reichenhall ist hin und wieder von kleinen Erdbeben betroffen. Sollte man angesichts dieser Fakten sich nicht auch einmal Gedanken vor der eigenen Haustür machen? Was passiert denn, wenn unsere Atomkraftwerke von einem Erdbeben betroffen sind. Etwas anderes als in Japan ?
Alle Lebewesen auf unserem Planeten Erde sind Teil eines Intelligenten und durchdachten
Ökosystems, hören wir auf es wieder besseren Wissens zu zerstören, denn letztendlich zerstören wir nur uns selbst. Fangen wir am 21.12.2012 an uns für die Zukunft unseres Planeten ein zu setzen. Bringen wir jeder ein Opfer im Großen wie im Kleinen.
Ich werde am 21.12.2012 wenn es dunkel wird eine Kerze anzünden, werde auf Fernsehen, Radio und sonstigen Stromverbrauch verzichten und darüber nachdenken, was für eine wunderbare Energieeinsparung wir an diesem Tag hätten, wenn es außer mir noch viele gleich tun würden. Und wer weiß, vielleicht entschließen sich ja die Weihnachtsmärkte abends für 5 Minuten den Strom abzustellen eine Kerze an Ihrem Stand zu entzünden um ihren Beitrag zu leisten und nicht auszudenken, wenn die Atomkraftwerke abgeschaltet würden – im Fall eines Erdbebens oder einer großen Flutwelle würde diese Maßnahme uns vor der atomaren Verseuchung bewahren – denn schließlich soll ja laut Maya-Kalender am 21.12.2012 die Welt untergehen. Ihnen allen ein frohes umweltfreundliches Weihnachtsfest.
B.Ammeling
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