Umbau Burg Botzlar in Selm

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Bürger für Selm e.V. besuchen Ausstellung

Mitglieder von Bürger für Selm e.V. schauten sich am Donnerstag, den 7.4.2016, die Entwürfe für den Umbau der Burg Botzlar an. Als die Stadt bekannt gab das es auch die Möglichkeit gab innerhalb der Woche in den frühen Abendstunden die Ergebnisse des Architektenwettbewerbes anzuschauen verabredete man sich spontan und traf sich um 17 Uhr vor dem Bürgerhaus.
Es gab eine Menge zu sehen. Auf Stellwänden waren die Architektenentwürfe aus verschiedenen Blickwinkeln zu sehen (siehe Foto). Nach einigen teilweise intensiven Diskussionen war man schnell bei der Meinung angelangt das diese Entwürfe zwar schön anzusehen seien, aber der Geschichte Selm’s und der Ursprünglichkeit der Burg überhaupt nicht gerecht werden. Hier scheint ein wichtiges Gebäude der Stadt einer verfehlten Stadtentwicklung zum Opfer zu fallen.
Dass die Burg einer Überarbeitung bedarf ist unstrittig. Die Frage die sich uns stellt ist ganz einfach. Ist es richtig, das eines der wenigen auch über die Selmer Stadtgrenzen hinaus bekannte Gebäude einer ausschließlich wirtschaftlichen Interessen unterworfenen Ausrichtung umgebaut wird? Oder sollte auf ein harmonisches Stadtbild und Ursprünglichkeit des Gebäudes nicht ebenso geachtet werden.
Daneben kritisiert der Verein Bürger für Selm e.V. die Finanzierung des Umbaus. Eigentümer der Immobilie ist die Bürgerstiftung. Der Umbau wird aber trotzdem aus Mitteln der Kommune, also Steuergelder der Selmer Bürgerschaft, sowie aus Mitteln der Töpfen der Regionale, genauso Steuergelder, bezahlt. Ein Vorgang den jeder Immobilienbesitzer sich erträumt. Die eigene Immobilie auf Staatskosten Barrierefrei renovieren lassen.
Ein in der Lokalpresse stehender Lesebrief vom 8.4.2016, geschrieben von Frau Siegrun Hirsch aus Selm spricht vielen Selmern aus der Seele:

Lieber ans schlichte Äußere anpassen


Wenn unsere Burg Botzlar reden könnte, würde sie uns da nicht fragen: „Warum müsst ihr diese meine stolze Burg, die seit einer Ewigkeit vielen ein vertrauter Ort war und ist, mit einer so hässlichen, unwürdigen Krebsgeschwulst verschandeln? Genügt es nicht, wenn im Inneren meines Treppenaufgangs ein gläserner Fahrstuhl eingebaut und die Außentreppe mit Naturstein meinem schlichten Aussehen angepasst wird? Eine Ehre wäre es für mich, wenn der Weihnachtsmarkt wie an der Friedenskirche auch um mich herum gelegt würde.“


Wohl wahr gesprochen. Wir können uns nur anschließen.
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