Wenn "Haus-Berge-Straße" auf Bundesstraße 236 trifft

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Ratsvertreter Thomas Orlowski im Bürgergespräch an der “Haus-Berge-Straße”: Ideen für mehr Sicherheit

Mit leichter Spannung wurde am Donnerstagnachmittag der gewünschte Gesprächspartner der Stadt Selm erwartet. Würde die Verwaltung eine erste Idee zur Lösung der angesprochenen Probleme mitbringen? Gab es Chancen, auch die Querung der Straße im Bereich der Bushaltestelle sicherer zu machen?


Anwohner und Familien, auch mit ihren Kindern, waren der Einladung des SPD-Ratsvertreters Thomas Orlowski gefolgt, direkt am Straßenrand gemeinam mit Herrn Werminghaus von der Verkehrsplanung der Stadt Selm ins Gespräch zu kommen. Der Fraktionsvorsitzende wurde auch begleitet von Wolfgang Jeske, der für die SPD dem Ausschuss für Umwelt und Zivilschutz vorsitzt und Mitglied des Ausschusses für Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaftsförderung ist.



Ein kreuzender Radweg, der in beiden Richtungen zu befahren ist. Der PKW-Verkehr der Bundesstraße sollte mit Tempo 50 fahren, der Verkehr aus der Nebenstraße an der weißen Linie wegen des Stop-Schildes anhalten. Sich dann vorichtig in die Bundesstraße einarbeiten. Dabei kann er nicht anders, als immer wieder auf dem Radweg stehen zu bleiben: Das Tempo und die Zahl der Verkehre auf der B236 ist hoch - und die Einsichtigkeit der Straße in Richtung Bork sehr begrenzt.

Ein erster Denkansatz: Den Radweg verlagern

Einen ersten Denkansatz brachte Herr Werminghaus in der Tat schon mit - kostenfrei für die Stadt wird nichts zu lösen sein, mit der zuständigen Landesbehörde muss auch noch gesprochen werden, die Details durchgeplant werden, Politik und Verwaltung sich einigen. Aber die Idee fand guten Anklang bei den Anwesenden:

Der Radweg wird so umgestaltet, dass die Radfahrer im Bereich der Einfahrt so geleitet werden, dass sie die “Haus-Berge-Straße” in gutem Abstand von der B236 queren. Das kann dann im Abstand von etwa ein bis zwei PKW-Längen von der B236 platziert werden. Damit entfällt die Blockade des Radweges durch die sich hineintastenden Fahrzeuge aus der Nebenstraße - zugleich sind die Radfahrer von links und rehcts kommend für den ein- und ausfahrenden Verkehr gut zu sehen - natürlich auch die Fußgänger, die ebenfalls die Straße hier queren.

Um dies zu erreichen, müsste die Einfahrt entsprechend umgebaut und die Straßenführung dabei verändert werden. Das ist dann in den kommenen Wochen noch intensiv zu entwickeln, abzusprechen und zu finanzieren. Der ausgereifte Vorschlag müsste dann in den Ratsgremien besprochen und verabschiedet werden.

Ein zweiter Denkansatz: Eine Bedarfsampel an der Bushaltestelle

Aus den angrenzenden Wohngebieten kommen nicht nur zahlreiche Kinder zur Bushaltestelle, um zur Schule zu fahren. Aber sie müssen wie die Erwachsenen auch die Starße queren, um nach Bork oder Lünen fahren zu können - oder von den Schulen in Selm und Beifang nach Hause zu kommen.Viele Eltern meiden dieses Risiko und shutteln ihre Kinder direkt zur Schule - auch wenn sie es nicht gut finden: “Ich möchte, dass meine Kinder beide lernen, selbst mit dem Bus zur Schule nach Bork zu fahren. Aber die Straße ist ein Problem”, sagte eine Anwohnerin.
Einzig sinnvoll schien hier eine Ampel zur Sicherung der Querung der Straße. Aber das wird Geduld brauchen, machte Herr Werminghaus deutlich: Für die B236 ist der Landesbetrieb Straße zuständig - um den von dieser Lösung zu überzeugen, braucht es belastabre Argumente, auch zur Nutzung der Bushaltestelle. Dass die Straßenquerung knifflig ist, war im Gespräch unbestritten - aber ob das Problem “groß genug” ist, um den Verkehrsfluss der Bundesstraße zu unterbrechen - das wird zu zeigen sein. Und auch dann - aber erst dann - stellt sich die Frage nach der Finanzierung.
Hilfreich wird sein, dass die betroffenen Anwohner aus eigener Initiative Stimmen sammeln - nicht als Auflistung von Unterschriften, sondern als Ausdruck des Willens, für sich und für die Kinder die Bushaltestelle, den Öffentlichen Nahverkehr sicher nutzen zu wollen. Je deutlicher erkennbar wird , in Ergänzung zu den aktuell zu erhebenden Nutzungszahlen der VKU, dass der ÖPNV hier eine wichtige Rolle durch intensive Nutzung spielt, desto eher geht es voran.

Thomas Orlowski versprach abschließend: “Ich bleibe an dem Thema dran - und werde es in Rat und Fraktion voranbringen, gemeinsam mit der Stadtverwaltung und deren Ideen!”
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